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Comeback eines Kultfilms

Comeback eines Kultfilms Regisseur Elliott kündigt nach 30 Jahren "Priscilla"-Fortsetzung an

ms - 22.04.2024 - 14:00 Uhr
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Das war eine Ankündigung mit Knalleffekt: Autor und Regisseur Stephan Elliott erklärte jetzt gegenüber dem australischen Guardian, dass es ein Comeback eines der schönsten LGBTI*-Kultfilme ever geben wird: Er plant eine Fortsetzung von „Priscilla – Königin der Wüste“. Und das Beste daran: Der zweite Teil soll mit der Originalbesetzung gedreht werden. 

Comeback eines Kultfilms

Im Jahr 1994 feierte die Tragikomödie beim Filmfestival in Cannes ihre Uraufführung und mauserte sich schnell zum Liebling der internationalen LGBTI*-Community. Die Geschichte von drei Drag-Queens, die für einen Auftritt mit einem alten Bus namens „Priscilla“ quer durchs australische Outback reisen und dabei jede Menge skurriler und liebenswerter Persönlichkeiten und reichlich viele Abenteuer erleben, wurde zum Inbegriff von LGBTI*-Stolz. Im Jahr 2006 wurde der Film von den Zuschauern des US-Fernsehsenders Logo auf Platz 7 der fünfzig großartigsten LGBTI*-Filme aller Zeiten gewählt. 

Ein Jahr nach der Premiere 1995 hatte der US-Film „To Wong Foo, Thanks for Everyhting, Julie Newmar“ mit gleicher Story und Patrick Swayze, Wesley Snipes sowie John Leguizamo in den Hauptrollen versucht, an den Erfolg anzuknöpfen, erreichte aber niemals den Kultstatus des australischen Originals. Nebst der kraftvollen Story um Mut und Selbstbestimmung für sein eigenes Leben verliebte sich die Community mit Sicherheit auch aufgrund des Soundtracks in den Original-Film: Zu hören sind unter anderem Songs von den Village People, Gloria Gaynor oder auch ABBA.

Weltstars im Fummel 

Besonders erfreulich an der Ankündigung dürfte dabei die Tatsache sein, dass alle drei Darsteller wieder mit an Bord sind, die seit 1994 internationale Karrieren hingelegt haben, allen voran Hugo Weaving, der sich als Bösewicht in der Matrix-Reihe sowie als Elbe Elrond in der Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ einen Namen machte. Sein Priscilla-Kollege Guy Pearce glänzte ebenso in zahlreichen Filmhits, von „Memento“ über „L.A. Confidential“ bis hin zu mehreren Teilen aus dem Alien-Universum. Auch vor weiteren schwulen Rollen schreckte Pearce beispielsweise in der Mini-Serie „When We Rise“ nicht zurück. 

Eine echte Legende ist der Älteste im Bunde, der britische Schauspieler und Golden-Globe-Gewinner Terence Stamp, der inzwischen 85 Jahre alt ist. Dem Publikum ist er aus zahlreichen Rollen bekannt, von „Star Wars“ und „Superman“ bis zur Serie „Smallville“ oder „Operation Walküre“ an der Seite von Tom Cruise. Regisseur Elliott erklärte dazu: „Terence ist der fitteste Mann, den ich je in meinem Leben getroffen habe. Er hat noch nie getrunken und futtert hauptsächlich Gras. Er brauchte lange, um darüber nachzudenken, aber schließlich sagte er zu mir: Weißt du was? Du hast Recht. Wir sind noch nicht fertig. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.“

Der richtige Zeitpunkt

Mastermind Elliott sieht das inzwischen ähnlich – viele Jahre weigerte er sich, eine Fortsetzung auch nur in Betracht zu ziehen. Nun allerdings, so Elliott, sei der „perfekte Zeitpunkt“ gekommen, einmal noch Priscilla zum Leben zu erwecken: „Die Leute schreien seit 30 Jahren, dass ich das tun soll. Und plötzlich wurde mir klar, dass wir alle alt werden. Wir verlieren Menschen. Und jetzt, wo Trump wieder an die Macht kommt, wird alles noch einmal radikaler werden.“ 

Das Drehbuch, so Elliott weiter, ist bereits fertiggestellt, aktuell führe man letzte Verhandlungen mit den Produktionsfirmen, gedreht werden soll zeitnah in Australien und im Ausland. Vielleicht steht dann auch ein wenig mehr Budget zur Verfügung als 1994: Damals wurde für den ganzen Film nur ein Bus verwendet, allerdings wurde nicht in chronologischer Reihenfolge gedreht, während im Drehbuch der Bus eigentlich pink angestrichen wird. So musste der Bus je nach Situation einmal nur von der einen und einmal nur von der anderen Seite gefilmt werden. 

Priscilla kommt zurück

„Priscilla“, also der tatsächliche Original-Bus, existiert dabei heute noch. Er wurde erst vor kurzem durch Zufall in New South Wales wiedergefunden, nachdem er viele Jahre als verschollen galt. Inzwischen ist der Oldtimer, der durch Buschbrände und Überschwemmungen stark beschädigt worden war, wieder restauriert. Regisseur Elliott dazu: „Als der Bus auftauchte, hatte ich das Gefühl, das ist ein Zeichen des Himmels.“ Und natürlich soll Priscilla auch im zweiten Teil der Geschichte wieder zu sehen sein.

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