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Bedrückende Beichte von Archuleta

Bedrückende Beichte Archuleta berichtet von frühen Konflikten um seine Sexualität

ms - 13.02.2026 - 13:00 Uhr
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Der US-Sänger David Archuleta hat offenbart, dass er während einer Phase innerer Konflikte über seine Sexualität zeitweise daran dachte, sich das Leben zu nehmen. Der heute 35-Jährige schilderte, er habe große Schwierigkeiten gehabt, seine Anziehung zu Männern mit seinem mormonischen Glauben zu vereinbaren.

Tiefpunkt vor fünf Jahren 

Archuleta, der 2008 als Zweitplatzierter der siebten Staffel von American Idol bekannt wurde, erklärte, er habe seine Gefühle über Jahre hinweg zu unterdrücken versucht – von seiner Jugend bis in seine Zwanzigerjahre. In dieser Zeit habe er sich sogar mehrfach mit Frauen verlobt. Im Jahr 2021 habe er nach eigenen Angaben einen Tiefpunkt erreicht. Nach Jahren des Gebets in der Hoffnung auf Veränderung habe er geplant, durch Suizid zu sterben. 

„Ich war fast bereit, mein Leben aufzugeben, weil ich dem, woran ich glaubte, so sehr ergeben war“, sagte Archuleta dem People Magazin. In seinem tiefsten Moment habe Gott ihm jedoch gesagt, er solle sich selbst akzeptieren. „Erst da wurde mir klar: ‚Ich bin fast zu weit gegangen.‘“

Mutmacher für queere Menschen

Seit seinem Durchbruch bei American Idol, wo er im Finale David Cook unterlag, veröffentlichte Archuleta acht Studioalben, zuletzt „Therapy Sessions“ (2020), sowie acht EPs, darunter „Earthly Delights“ und „My Only Wish“ im Jahr 2025. In den vergangenen Jahren sprach der Musiker zunehmend offen über seine Sexualität und sein Liebesleben. Bereits im letzten Jahr berichtete er auch über seine gestörte Körperwahrnehmung: „Ich habe das Gefühl, dass viele queere Menschen die perfektionistische Mentalität nachempfinden können, bei der wir zwanghaft werden, so wie ich es bei meiner Religion war. Ich glaube, wir urteilen zu sehr über uns selbst und über andere Menschen.“

Inzwischen will er anderen homosexuellen und queeren Menschen Mut machen, nachdem ihm selbst durch eine Therapie geholfen werden konnte: „Die Therapie war für mich ein wichtiger Teil meiner Reise. Es gibt ein großes Stigma, was psychische Gesundheit betrifft. Ich habe das Gefühl, dass Gespräche mit einem Therapeuten dazu beitragen können, dass man ein stärkerer Mensch wird. Es ist ein Weg zur Heilung! Einer von vier Menschen in der LGBTIQ+-Community leidet unter schweren Angstzuständen. Ich möchte, dass die Leute wissen, dass es ihnen sehr gut tun wird. Früher dachte ich: Du solltest versuchen, deine Sexualität zu verstecken, und du solltest den Leuten nie davon erzählen. Heute ist es mir egal, was die Leute von mir denken!“

 

Hier gibt es Hilfe

Die Berichterstattung über Suizid ist ein überaus sensibles Thema. Wir möchten es in KEINSTER Weise glorifizieren oder romantisieren. Viele Menschen, die durch Suizid sterben, leiden an einer psychischen Erkrankung. Wenn es dir nicht gut geht oder du daran denkst, dir das Leben zu nehmen, versuche mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen du dich melden kannst. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Mit Beratung steht dir auch der Coming Out Day Verein via Messenger, E-Mail und Videochat unter www.coming-out-day.de sowie www.comingoutundso.de zur Seite. Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen findest du unter: www.telefonseelsorge.de

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