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Dietmar Holzapfel sammelt Spenden für Erinnerungsort an König Ludwig II.
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Bauarbeiten beginnen 2024 Dietmar Holzapfel sammelt Spenden für Erinnerungsort an König Ludwig II.

co - 14.11.2023 - 16:00 Uhr
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In den frühen 90ern wurde Dietmar Holzapfel zusammen mit seinem Partner Josef „Sepp“ Sattler und seinem mittlerweile verstorbenen Vater Eigentümer des Münchner Hotels Deutsche Eiche. Schon vor vier Jahren gründete er einen Verein, um die Errichtung eines Denkmals für den berühmten bayrischen König Ludwig II. zu unterstützen. 2024 soll es losgehen mit dem Bauvorhaben an der Corneliusbrücke, doch es fehlt noch an etwas Kapital.

Es fehlen 20.000 Euro

Etwa 500.000 Euro wird das Kini-Denkmal insgesamt kosten. Holzapfels Verein will die Stadt beim Bau finanziell unterstützen und sammelt zu diesem Zweck eifrig Spenden. Anlässlich seines Engagements für das Denkmal wurde Holzapfel bereits mit dem Georg-Lohmeier-Gedächtnispreis bedacht. „Die Stadt hat uns gebeten, bis Ende des Jahres eine Summe zu nennen, die wir als Denkmal-Verein beisteuern können“, so Holzapfel. „Tatsächlich haben wir auch schon 180.000 Euro gesammelt. Wir möchten gerne noch die 200.000-Euro–Marke erreichen. Da fehlen jetzt noch 20.000 Euro.“ 

Spenden nimmt Holzapfels Verein unter folgendem Konto entgegen: Ludwig II. Denkmal e.V., IBAN: DE56 7019 0000 0002 8496 82, BIC: GENODEF1M01.

Warum das Denkmal?

Holzapfel erklärt: „Es ist mir und unserem Verein ein großes Herzensanliegen, dass dieser Gedenkort für einen König, der oft zu Unrecht nur auf drei Schlösser reduziert wird, nun endlich in Würde verwirklicht wird. König Ludwig II. ist aus heutiger Sicht eine Ikone der Schwulenbewegung. Für mich und meinen Mann ist Ludwig II. ein großes Vorbild. Ob er seine Homosexualität jemals ausgelebt hat, wissen wird nicht. Aber wir wissen von seinen Träumen und Begierden – und dass er sich gerne mit jungen, gut aussehenden Männern umgab.“ 

So soll das Denkmal aussehen

Auf der Corneliusbrücke stand tatsächlich einst ein Denkmal für Ludwig II. mit einer 3,2 Meter hohen Bronzestatue in einem Rundbau aus Stein. Es wurde 1910 vom damaligen Prinzregenten Luitpold enthüllt. In der Nazi-Zeit wurde die Bronze allerdings eingeschmolzen, um daraus Waffen zu fertigen. Was von der Rotunde übrig war, wurde 1969 abgerissen.

Jetzt soll das Denkmal wieder aufgebaut werden – zumindest in Teilen. Denn eine komplette Rekonstruktion wäre mit fünf Millionen Euro schlicht zu teuer. Stattdessen soll nun eine begrünte romantische Ruine errichtet werden. Deren Basis sollen die originalen Natursteine bilden, die schon damals den Steinkreis schmückten. Die Stadt entdeckte sie 2013 in einem Lager. Die Entdeckung erweckte überhaupt erst die Idee eines Wiederaufbaus. Die alten Steine sollen die Stufen und das Podest des früheren Aufbaus bilden.

Die Rückwand der Rotunde soll die Höhe der Steinbrüstung erreichen, um sie herum sollen sechs Säulen mit bis zu zweieinhalb Metern Höhe aufgebaut werden – allerdings nur teilweise. Anschließend soll die Ruine begrünt werden, beispielsweise mit wildem Efeu und Rosen, die sich um die Steine ranken. Vor dem Denkmal soll Rasen gesäht werden. Dazu kommen noch fünf Sitzbänke und größere Steine als weitere Sitzgelegenheiten. Die Corneliusbrücke soll mit dem Denkmal zu einem wirklichen Schmuckstück der Stadt werden. Um Vandalismus zu verhindern, will man beispielsweise die alten Steine imprägnieren.

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