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Aufgrund von Widersprüchen Doch kein Prozess gegen Filmemacher Dustin Lance Black

Von co - 09.11.2023 - 16:00 Uhr
Doch kein Prozess gegen Filmemacher Dustin Lance Black
Foto: IMAGO / ZUMA Wire
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Im Sommer 2022 geriet Oscar-Preisträger Dustin Lance Black (49) in einem Londoner Klub in eine Auseinandersetzung mit einer Frau namens Teddy Edwardes. Diese behauptete, der Filmemacher habe ihr das Handgelenk verdreht, woraufhin sie ihren Drink verschüttet habe. Sie erstattete Anzeige wegen Körperverletzung (SCHWULISSIMO berichtete). Jetzt ist die Angelegenheit ein für alle Mal vom Tisch: Aufgrund von widersprüchlichen Aussagen der Klägerin wies eine Richterin die Anklage nun ab.

„Offensichtlicher Widerspruch“

Am Mittwoch verwies Richterin Louisa Ciecor auf Unstimmigkeiten in den Aussagen der Klägerin. Einmal habe habe sie gesagt, dass sie sich nicht an Blacks Griff erinnern könne. Ein anderes Mal sei sie sich absolut sicher gewesen, dass es passiert sei. „Das ist ein offensichtlicher Widerspruch“, erklärte die Richterin. Dazu sei der Kamerawinkel so ungünstig, dass man den entscheidenden Moment auf den Aufnahmen gar nicht sehe. Schlussendlich wies die Richterin den Fall daher ab. Black war erleichtert über die Entscheidung, die er laut der britischen Nachrichtenagentur PA einen „Moment der Entlastung“ empfand. „Dieser Fall steht im Widerspruch zu allem, was ich bin“, sagte er. „Ich bin der Richterin sehr dankbar, dass sie mich entlastet hat.“

Der verhängnisvolle Abend

Mitte August 2022 besuchten Black und sein Mann Tom Daley (29) die Londoner LGBTI*-Bar Freedom. Teddy Edwardes wollte den beiden Getränke bringen, die sie für sie gekauft hatte, und war dabei sehr aufdringlich. Black wollte einfach nur seine Ruhe – auch die Überwachungskamera zeigt, dass er mehrfach versuchte, wegzugehen und von Edwardes dafür geradezu angeschrien wurde. Die Frau gestikulierte wild mit den Armen, woraufhin Black nach dem Glas griff – oder laut der Klägerin nach ihrem Handgelenk.

Das Getränk ergoss sich über sie, und sie revanchierte sich mit einem laut eigener Aussage „kleinen Klaps auf den Kopf“, der sich als ziemlich heftig herausstellte: Black trug eine Gehirnerschütterung davon, an der er noch einen Monat später zu knabbern hatte. Edwardes hat sich seither für den Schlag entschuldigt. Trotzdem wurde Black im April in dem Fall zu einer Anhörung beordert. Er war „überrascht und traurig“ davon, zu erfahren, dass die „Angelegenheit des verschütteten Getränks nun vor Gericht untersucht“ werden soll. Wegen fehlender Beweise wurde das Verfahren erst auf Anfang November vertagt.

Über Dustin Lance Black

Für sein Drehbuch zu „Milk“ über den verstorbenen US-Politiker Harvey Milk wurde Black mit einem Oscar ausgezeichnet. Neben seiner Arbeit als Filmemacher setzt er sich für LGBTI*-Rechte ein. 2013 lernte er Tom Daley auf einer Party kennen – es war Liebe auf den ersten Blick. Im Mai 2017 gaben sich die beiden das Ja-Wort. 

Diesen August meldete sich der olympische Turmspringer aus seinem Quasi-Ruhestand zurück (SCHWULISSIMO berichtete). Er erklärte: Als er und sein Ehemann zur Geburt ihres zweiten Sohnes Phoenix nach Colorado Springs reisten, stellte Daley überrascht fest, dass dort auch das olympische und paralympische Trainingszentrum der USA liegt. Er und sein Sohn Robbie besuchten das Zentrum und der Sportler war von einem Video so ergriffen, dass er weinte. Diese heftigen Gefühle und der Zuspruch seines Sohnes, der seinen Papa unbedingt bei der Olympiade sehen will, gaben Daley neuen Antrieb.

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