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Jean Luc Reme Jabiro ist neuer schwuler Heidekönig

Vielfalt in Lüneburg Jean Luc Reme Jabiro ist neuer schwuler Heidekönig

tb - 16.02.2026 - 17:30 Uhr
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Jean Luc Reme Jabiro, ein gebürtiger Ruander, wurde zum 22. schwulen Heidekönig in Lüneburg gewählt. Die Wahl fand im Fürstensaal des historischen Rathauses statt und markiert einen sichtbaren Schritt in Sachen Diversität und Offenheit in der Region. Mit seiner Ernennung repräsentiert Jabiro sowohl migrantische als auch queere Communitys in einer traditionsreichen Veranstaltung, die in Deutschland einzigartige Sichtbarkeit genießt.

 

Ein Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz

Jabiro ist Bodenwissenschaftler und Stadtplaner und setzte sich im Finale gegen René Duchon durch. Der bisherige Heidekönig Eric Böttcher übergab feierlich die Insignien des Amtes. Mit der Ausrichtung auf queere Repräsentanz hat sich das Amt des schwulen Heidekönigs zum Symbol für soziale Inklusion entwickelt. Die Veranstaltung, bei der auch zahlreiche Gastmajestäten mit ihren Begleitungen geladen waren, unterstreicht die Verankerung des Themas in der regionalen Feierkultur. Jabiro betonte bei seiner Wahl, dass er in Lüneburg eine zweite Heimat gefunden habe, die für Zusammenhalt und Nächstenliebe stehe.

 

Verantwortung und Engagement im öffentlichen Leben

Der Heidekönig nimmt neben traditionellen Festen wie dem Heideblütenfest und Erntedankfest auch an überregionalen queeren Events wie dem Christopher Street Day in Hamburg teil. Durch seine Präsenz fördert Jabiro die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensentwürfe und setzt Impulse gegen Diskriminierung. Gerade in ländlichen Regionen ist die Sichtbarkeit queerer Menschen weiter von Bedeutung: Bundesweit zeigen Studien, dass abseits der Großstädte Akzeptanz für LGBTIQ+-Personen langsamer wächst. Neuere Befragungen unter queeren Menschen betonen, wie entscheidend lokale Vorbilder für Wohlbefinden und Offenheit im Alltag sind.

 

Ursprung und Bedeutung des Amtes

Der Titel des schwulen Heidekönigs wurde im Jahr 2000 mit der Lüneburger Kampagne „Hin und Wech“ geschaffen. Ihr Ziel war ein Zeichen gegen HIV-Stigmatisierung zu setzen und ein Pendant zu hergebrachten Majestätenrollen wie der Heidekönigin aus Amelinghausen zu schaffen. Während der Corona-Pandemie mussten die Wahlen pausieren, das Interesse ist aber inzwischen wieder groß.

 

Ausblick auf ein bunteres Lüneburg

Mit Jabiro als neuem Heidekönig erhält die queere Community in Norddeutschland erneut ein kraftvolles Gesicht. Die Wahl kann zu mehr Toleranz und Sichtbarkeit führen, nicht nur in Lüneburg, sondern auch im weiteren ländlichen Raum. Ob weitere Städte dem Beispiel folgen, könnte zeigen, wie nachhaltig das Signal für Offenheit und Teilhabe wirkt.

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