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Fokus auf trans* Rechten Rom richtet 2026 zehntägige Pride Croisette aus

Von tb - 25.05.2026 - 18:30 Uhr
Rom richtet 2026 zehntägige Pride Croisette aus
Foto: © IMAGO / ZUMA Press
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Die Stadt Rom richtet 2026 die zehntägige Pride Croisette aus, die vom 28. Mai bis zum 20. Juni stattfindet und ihren Höhepunkt mit der Parade zum 32. Roma Pride erlebt. Die Veranstaltungsreihe in den Thermen von Caracalla vereint Kultur, Politik und Aktivismus, um Freiheitsrechte für die LGBTIQ+-Community in Italien zu stärken und das 80-jährige Bestehen der Italienischen Republik zu feiern.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Pride Croisette läuft vom 28. Mai bis 20. Juni 2026.
  • Am 20. Juni findet die Roma Pride Parade unter dem Motto „La Repubblica è di chi la abita“ statt.
  • Der Fokus der Veranstaltungen liegt auf trans*- und nicht-binären Rechten sowie dem Kampf gegen politische Diskriminierung.
  • Zu den Gästen zählen zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sowie Aktivistinnen und Aktivisten, aber auch führende Politikerinnen und Politker aus Italien.
  • Die Teilnahme an den kulturellen Events ist kostenlos.

 

Höhepunkt: Der politische Anspruch 2026

Das politische Manifest des Roma Pride 2026 stellt erneut die Rechte von trans* und nicht-binären Menschen in den Mittelpunkt. Forderungen nach Eheöffnung, rechtlicher Absicherung von Regenbogenfamilien und einem Verbot sogenannter Konversionstherapien finden sich ebenso wie Appelle für Antirassismus, Selbstbestimmung und eine gerechtere Gesellschaft. Mit dem Slogan „La Repubblica è di chi la abita“ bezieht sich das Pride-Komitee offensiv auf das Grundgesetz und das republikanische Versprechen, Gleichheit und Würde für alle zu garantieren. Die Veranstaltung thematisiert ausdrücklich auch aktuelle internationale Konflikte, positioniert sich solidarisch mit zivilen Opfern von Krieg und fordert den Schutz der Menschenrechte weltweit.

 

Drei Wochen Kunst, Debatte und Vernetzung

Die Pride Croisette bietet ein breites kostenloses Programm: Konzerte, Buchpräsentationen, Theater, queeres Kino und politische Talks. Gäste wie Margherita Vicario, Levante, Francesca Michielin, BigMama und zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler sowie Aktivistinnen und Aktivisten stehen auf dem Programm. Ein besonderer Schwerpunkt sind Diskussionsrunden mit Politikerinnen und Politikern wie Elly Schlein, Giuseppe Conte und Maurizio Landini, bei denen es um Bürgerrechte, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe geht. Höhepunkt ist der Roma Pride Summit am 17. Juni, der in Kooperation mit EuroPride Torino 2027 stattfindet und Strategien gegen den europaweiten Rechtsruck diskutiert.

 

Offene Werte und gesellschaftliches Statement

Die Organisatorinnen und Organisatoren betonen das inklusive Selbstverständnis des Festivals, das Kunst und gesellschaftliche Debatte verbindet. Die Pride Croisette greift gezielt aktuelle Herausforderungen wie das Erstarken konservativer und rechter Strömungen sowie Einschränkungen für die LGBTIQ+-Community durch die italienische Regierung auf. Laut Promotor Mario Colamarino richtet sich die politische Botschaft 2026 besonders gegen jede Form von Diskriminierung – innerhalb und außerhalb Italiens. Die Teilnahme hoher Politikerinnen und Politiker aus progressiven Parteien ist bewusst gewählt, während Vertreterinnen und Vertreter der Regierungsparteien und konservativer Gruppierungen ausgeschlossen bleiben. Kulturstadtrat Massimiliano Smeriglio unterstreicht die Bedeutung der Pride-Initiativen als Motor für mehr Sicherheit, Menschlichkeit und Vielfalt in der Stadt Rom.

 

Hintergrund: Roma Pride in der italienischen Gesellschaft

Mit ihrer 32. Ausgabe ist die Roma Pride die traditionsreichste ihrer Art in Italien und spiegelt die wachsende Bedeutung queerer Sichtbarkeit wider. Die Veranstalterinnen und Veranstalter berufen sich ausdrücklich auf die antifaschistische Gründungstradition der Italienischen Republik. In Italien ist die politische und gesellschaftliche Debatte um Rechte von LGBTIQ+-Personen und insbesondere trans* und nicht-binären Menschen in den letzten Jahren durch eine restriktivere Regierungspolitik erneut in den Mittelpunkt gerückt. Wie auch internationale Beobachter wie der Europarat und ILGA-Europe in aktuellen Berichten festhalten, werden Anti-LGBTIQ+-Gesetze und gesellschaftliche Polarisierung in Europa zunehmend zum Problem.

 

Ausblick

Die Pride Croisette 2026 und die Roma Pride Parade markieren einen festen Bezugspunkt für politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung um Gleichheit in Italien. Im Juni wird Rom mit internationalen Gästen und breiter lokaler Beteiligung erneut zu einem der wichtigsten Treffpunkte für die Verteidigung und Weiterentwicklung von LGBTIQ+-Rechten – mit dem Ziel, neue Allianzen zu schmieden und konkrete Fortschritte für Freiheitsrechte zu erzielen.

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