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Powerfrauen Lesbische Heldinnen Erobern die Leinwand

Von Gastartikel - 06.07.2020 - 13:38 Uhr
Lesbische Heldinnen erobern die Leinwand // © Yannis Papanastasopoulos/ unsplash
Foto: Lesbische Heldinnen erobern die Leinwand // © Yannis Papanastasopoulos/ unsplash
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Was bis vor wenigen Jahren noch eine echte Seltenheit war, scheint jetzt endlich Realität zu werden: Lesbische Heldinnen erobern Hollywood. Bisher waren Charaktere aus der LGBTQ+ Szene extrem unterrepräsentiert und wurden vor allem in Mainstream-Filmen kaum gezeigt. Stattdessen konnten sich Filmfans nur in Arthouse-Streifen wiedererkennen, in der Welt von Hollywood existierten sie praktisch nicht. Das wollen einige Filmemacher nun jedoch ändern, denn sie wissen mittlerweile, wie wichtig eine starke Repräsentation für die Community ist. Und so dürfen nun sogar schon einige Heldinnen auf der großen Leinwand ihre sexuelle Orientierung preisgeben!

Starke Frauen als Protagonistinnen

Das Problem fängt oftmals an einer ganz anderen Stelle an. Wer nämlich vor einigen Jahren nach weiblichen Hauptfiguren in Actionfilmen oder ähnlichen Genres gesucht hat, wurde nur selten fündig. Zwar gab es Lara Croft, die Männern im Zweikampf die Stirn bieten konnte, oder die tapfere Alice aus der Filmreihe Resident Evil, danach wurde die Auswahl jedoch schon knapp. Erst in den letzten Jahren stieg die Tendenz der Powerfrauen schlagartig an. Einige bekannte Spiele und Filme wurden sogar mit einer weiblichen Besetzung neugestaltet. Dazu zählen Filme wie Ghost Busters und Ocean’s 8, die ihren Vorgängern in Nichts nachstehen und zeigen, dass es keine männlichen Helden benötigt, um Kinosäle zu füllen. Auch der Charakter Rich Wilde aus dem Slotgame Book of Dead hat nun von den Spieleentwicklern einen weiblichen Counterpart erhalten: Cat Wilde aus dem Spiel Doom of the Dead, das beispielsweise im NetBet Casino gespielt werden kann. Im neu erschienenen Videospiel The Last of Us II für die PlayStation 4 spielt man diesmal die Heldin Ellie, statt wie im Vorgängerteil Joel zu steuern – und erhält dazu noch eine lesbische Liebesgeschichte. Mittlerweile sieht man immer öfter starke Frauen in Hauptrollen und auch lesbische Charaktere schaffen es vermehrt in die Mainstream-Unterhaltungsindustrie.

"Thor: Ragnarok (2017) - Movie Review" // © BagoGames

Lesbische Heldinnen in starken Rollen

Lange genug haben viele Cineasten darauf gewartet: Endlich gibt es mehr Repräsentation für die LGBTQ+ Community in der Filmwelt. Besonders Marvel hat bei seinen Comic-Verfilmungen nun Stellung bezogen und erkannt, wie wichtig die Darstellung weiblicher – und vor allem lesbischer – Helden ist. Die Heldin Valkyrie, die bereits aus Thor: Tag der Entscheidung und Avengers: Endgame bekannt ist, soll im kommenden Teil der Thor-Reihe nun endlich auch eine Beziehung eingehen. Sie ist die neue Herrscherin von Asgard, nachdem Thor ihr seinen Thron überlassen hat und sucht nach ihrer Königin. Etwas dramatischer geht es in dem Film The Favorite – Intrigen und Irrsinn zu, der von den lesbischen Beziehungen der englischen Königin Anne Stuart handelt. Drei Frauen übernehmen die Hauptrollen des Historiendramas und wurden mit hochkarätigen Hollywood-Schauspielerinnen besetzt. Sogar einen Oscar und neun weitere Nominierungen konnte der Film erlangen. In der Serienwelt stehen lesbische Heldinnen ebenfalls endlich im Vordergrund. In der Mainstream-Serie Riverdale auf Netflix startet Cheryl Blossom eine romantische Beziehung mit ihrer besten Freundin und in I Am Not Okay with This hat die Protagonistin Sydney nicht nur übernatürliche Kräfte, sondern auch einen weiblichen Schwarm. 

Während sich Geschichten über lesbische Charaktere bis vor kurzem noch zu großen Teilen um das Coming-out und die dazugehörigen Problematiken gedreht haben, sieht man heute immer öfter, dass die Sexualität solcher Charaktere nicht mehr so stark im Vordergrund steht. Stattdessen sind sie komplexe Persönlichkeiten, deren sexuelle Orientierung nur ein Teil ihrer Geschichte ist. Und das führt hoffentlich in Zukunft dazu, dass das Thema endlich auch in der Mainstream-Unterhaltungsindustrie enttabuisiert wird – denn es wird wirklich Zeit dafür!

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