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Anabolika Populär unter Schwulen Anabolika Populär unter Schwulen und Bisexuellen Jungs

Von mg - 23.02.2019 - 07:00 Uhr
Anabolika // © vishstudio
Foto: © vishstudio
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Im Vergleich zu heterosexuellen Jungs nehmen schwule und bisexuelle Männer
sechs Mal häufiger Steroide ein. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie,
die im Fachmagazin „Pediatrics“ veröffentlicht wurde. Darin erklärten
21 Prozent von schwulen und bisexuellen Teenagern, sie hätten mindestens
einmal in ihrem Leben Steroide genommen. Bei Heterosexuellen lag dieser Anteil
bei nur vier Prozent. Auch der Anteil der „heavy user“ war unter Schwulen und Bisexuellen höher: Vier Prozent injizierten oder schluckten mindestens 40 Mal die Muskelaufbaupräparate. Bei Heterosexuellen lag der Anteil bei lediglich einem Prozent.

Diskriminierungserfahrungen als möglicher Grund
Die Gründe für den hohen Gebrauch wurden nicht untersucht. Die Autoren
der Studie erklärten jedoch, dass für schwule und bisexuelle Jungs wegen
Diskriminierungserfahrungen eher ein tadelloser Körper wichtig sei als für
andere Schüler. Mitautor Rob Garofalo vom „Children‘s Hospital“ in Chicago
erklärte, dass seiner Erfahrung nach schwule Jugendliche eher Probleme mit
ihrem Selbstbild haben und daher anfälliger für den Missbrauch derartiger
Medikamente seien. Die Studie hat Daten aus den Jahren 2005 bis 2007 von 17.000 Teenagern ausgewertet, die durchschnittlich 16 Jahre alt waren. Vier Prozent der Jungs identifizierten sich selbst als schwul oder bisexuell. Nach Ansicht der Studienautoren hat sich der Unterschied von homo- gegenüber heterosexuellen Jungs in den letzten Jahren kaum verändert, da Schwule an Schulen weiterhin Mobbing ausgesetzt seien. In den letzten Jahren kamen immer wieder Studien zum Ergebnis, dass Schwule und Lesben eher Medikamentenoder Suchtmittelmissbrauch begehen würden. So kam eine britische Untersuchung 2012 zum Ergebnis, dass der Drogenkonsum unter Homo- und Bisexuellen sieben Mal höher liegt als unter Heterosexuellen. 2009 hieß es in einer großangelegten US-Metastudie, dass das Rauchen die Todesursache Nummer eins unter Schwulen und Lesben sei.

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