Musikalischer Protest Mini-Pride in der Halbzeit-Show
Bei dem Spiel ihrer Football-Mannschaft gegen die baptistische Baylor University inszenierte die Marschkapelle der Rice University in der Halbzeit-Show eine plakative Stellungnahme gegen die LGBTI*-feindlichen Rivalen: Mit 70 Flaggen marschierte die Marching Owl Band zu „YMCA“ gegen Homophobie und Diskriminierung. Dazu positionierten sich die Band-Mitglieder so, dass sie „Pride“ auf das Spielfeld schrieben.
Laut dem Houston Chronicle habe man sich zu einer solch provokanten Show entschieden, weil Baylor der Studentenvereinigung Gamma Alpha Upsilon (GAY) die Anerkennung und Privilegien wie finanzielle Unterstützung und einen offiziellen Treffpunkt verweigert hatte. In einer Stellungnahme an die Zeitung behauptete Baylor-Präsidentin Linda Livingstone, die Universität engagiere sich dafür, allen Studenten eine liebevolle und einfühlsame Umgebung zu bieten – auch den LGBTI*-Studenten.
Gleichzeitig zitierte Livingstone jedoch mehrere LGBTI*-feindliche Richtlinien, die den Studenten unter anderem verbieten, an Gruppen teilzunehmen, die „der Sexuallehre der Bibel widersprechen“. Dazu gehöre unter anderem „heterosexueller Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe und homosexuelles Verhalten.“