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Cher // © Machado Cicala
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Cher interpretiert ABBA Mehr Glamour geht nicht

ms - 03.10.2018 - 07:00 Uhr
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Superstar Cher veröffentlicht am 28. September 2018 ein neues Album, das zum einen ihr bereits 28. Studio-Album ist und das zum anderen nur Cover-Versionen von ABBA enthält: Hier interpretiert quasi eine musikalische Legende eine andere und zugleich ist "Dancing Queen" eine Hommage an die schwedische Band, die mit unzähligen Hits längst zu den Unsterblichen in der Pop-Welt gehört.

Sängerin Cher hatte die Idee zu dem Tribut-Album, nachdem sie im Hollywood-Blockbuster "Mamma Mia! Here We Go Again" mitspielte - darin spielt die alterslose 72-Jährige übrigens die Mutter der nur drei Jahre jüngeren Schauspielkollegin Meryl Streep. Die Oscar-gekrönte Schauspielerin Cher sagt jedenfalls zu ihrem Auftritt in dem Kino-Hit: „Ich habe Abba schon immer gemocht und das ursprüngliche Mamma Mia -Musical dreimal am Broadway gesehen. Durch die Dreharbeiten zu „Mamma Mia! Here We Go Again“ wurde mir erneut bewusst, was für großartige und zeitlose Songs sie geschrieben haben und ich dachte mir: ‚Wieso nicht ein Album mit ihrer Musik aufnehmen?’ Das Singen der Songs war schwieriger als ich gedacht hätte, aber ich bin unglaublich happy mit dem Ergebnis".

Die ausgewählten ABBA-Songs auf "Dancing Queen" reichen von Uptempo-Klassikern wie dem Eurovision-Song-Contest-Evergreen "Waterloo" oder dem Titelsong des gleichnamigen Films "Mamma Mia" bis hin zu den melancholischen und leiseren Hits der Band wie "The Winner Takes It All" oder "Fernando" - Letzteren Song singt Cher im Film "Mamma Mia! Here We Go Again" im Übrigen zusammen mit Andy García. Einen kleinen Vorgeschmack auf das gesamte Album gibt es bereits mit der ersten Single „Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)”, zu der ein Teaser auf YouTube zu sehen ist.

Cher ist immer noch eine der begehrtesten Performerinnen der Welt: So wird sie am 2. Dezember 2018 mit dem Kennedy-Preis (Kennedy Center Honors) geehrt, einen Tag danach findet die Premiere von dem Musical "The Cher Show" am Broadway statt und derzeit hat sie eine Residency in den MGM Resorts in Las Vegas.

Für den Sound auf "Dancing Queen" zeichnet sich der langjährige Produzent der Emmy- und Grammy-ausgezeichneten Ikone verantwortlich: Mark Taylor. Mit ihm hat Cher bereits ihren Mega-Erfolg "Believe" aufgenommen, der in über 50 Ländern die Spitze der Charts eroberte und der durch seine berühmtes Auto-Tune-Technik legendär wurde und zahlreiche andere Künstler dazu brachte, diesen Stil zu imitieren - man denke hier nur an Lady Gaga, Rihanna oder Britney Spears. Noch heute spricht man angesichts der vielen Epigoninnen deshalb vom "Cher-Effekt".

Diesen berühmten Effekt werden wohl auch die neu interpretierten ABBA-Songs beinhalten, denn wenn die Diva Cher mit ihrer unnachahmlichen tiefen wie vollen Stimme die tatsächlich schwer zu singenden Klassiker der Schweden performt, gehen nicht nur stilistisch Glamour und Grandezza eine Einheit ein, auch die Produktion der Evergreens wird aufpoliert: Musikalisch verpasst Cher den Disco-Hits von Abba mehr Bass, mehr Auto-Tune, mehr Synthie, so dass die altbekannten Songs eine neue wie frische Club-Tauglichkeit verliehen bekommen. Cher, die gerne in den Medien als "Goddess of Pop" bezeichnet wird, verwandelt sich nun also in die ultimative "Dancing Queen".

Mit ihrem neuen Album steigert Cher zudem wohl das mittlerweile wieder grassierende Fieber um die Kult-Band, die vor kurzem ankündigte, neue Songs veröffentlichen zu wollen und zudem auch wieder auf Tour gehen will - zumindest in virtueller Avatar-Form. Die gespannte Vorfreude darauf, kann man sich nun zumindest mit diesen neuen Cher-Covers von ABBA verkürzen - "You can dance, You can Jive, Having the time of your life"!

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