Direkt zum Inhalt

Ungarn wurde überstimmt Urteil zugunsten von Trans-Rechten

Von co - 17.07.2020 - 12:00 Uhr
Urteil zugunsten von Trans-Rechten
Foto: © Moussa81
ANZEIGE
Loading audio player...

Ein fünf Jahre währender Rechtsstreit am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (ECtHR) ging nun endlich zu Ende. Das Urteil: Ungarn muss das wahre Geschlecht einer Person rechtlich anerkennen – nicht nur bei Ungarn, sondern auch bei Nicht-Ungarn wie zum Beispiel Flüchtlingen, die legal im Land leben. Erst vor zwei Monaten nutzte Präsident Viktor Orbán seine neu gewonnene Macht dazu aus, die Eintragung im Personenstandsregister unveränderbar zu gestalten (SCHWULISSIMO berichtete).

2015 beantragte ein Trans-Mann aus Iran in Ungarn Asyl. Die Behörden erkannten an, dass er in seiner Heimat als Trans-Person verfolgt wurde und gewährten den Antrag. Die Dokumente identifizierten den Flüchtling jedoch als Frau. Die Behörden verweigerten eine Richtigstellung: Hier sei der Iran zuständig. Mit Hilfe der Háttér Society erwirkte der Mann schließlich einen Prozess. Jetzt entschied der EctHR einstimmig, dass Ungarn mit seiner Weigerung gegen Artikel 8 der „Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten“ verstößt.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNeue ZDF-Serie: Das Geisterhaus im SchwarzwaldhessenschauTanzen gegen die Einsamkeit: Ein Ort, an dem sich queere Menschen nicht erklären müssenBerliner MorgenpostDie Sehnsucht im Italien der bleiernen Jahre: „Buch der Träume“WDRComing-Out-Days: Queeres Leben auf dem LandAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Queere Vielfalt im Tierreich

Wenn Widder auf Widder stehen

Manche Widder bevorzugen andere Männchen. Gleichgeschlechtliches Verhalten ist weit verbreitet – was Studien zeigen und wo Vergleiche hinken.
Ältere Brüder, schwule Söhne?

Was die Forschung wirklich zeigt

Ältere Brüder und schwule Söhne: Studien finden Zusammenhänge. Doch die Ursache ist nicht bewiesen – und die Statistik bleibt umstritten.
Dresden holt den EuroPride

Rückkehr nach 25 Jahren

Dresden richtet den EuroPride 2029 aus. Nach 25 Jahren kehrt das europäische Pride-Event nach Deutschland zurück. Das Motto setzt auf Brücken.
Streit um Pornoseiten

Sperren vorerst gestoppt

Pornhub und YouPorn müssen vorerst nicht gesperrt werden. Das OVG NRW verweist auf EU-Recht. Der Streit um wirksamen Jugendschutz geht weiter.
Empörung auf Bestellung

Ragebait ist Jugendwort 2026

„Ragebait“ ist das Jugendwort 2026. Was der Begriff bedeutet, warum Provokation Reichweite bringt und was die LGBTIQ+-Community daraus lernen kann.
Warnung von Andrew Scott

Kein Vergessen der Aids-Krise

Der schwule Schauspieler Andrew Scott fordert, die Aids-Krise nicht zu vergessen. Sein neuer Film „Elsinore“ erinnert an jene Zeit.
Schwuler Politiker wehrt sich

BDSM-Fotos sorgen für Wirbel

Alte BDSM-Fotos bringen den schwulen US-Politiker Chris Gallant in die Schlagzeilen. Doch der Kongresskandidat denkt nicht an Rückzug.
Coming-Out bleibt ein Tabu

Schwule Profis schweigen weiter

Thomas Hitzlsperger sieht kleine Fortschritte gegen Homophobie im Fußball. Doch viele schwule Profis fürchten ein Coming-Out selbst nach Karriereende.
Schutz für queere Jugendliche

Mamdani finanziert trans* Medizin

New York stellt neun Millionen Dollar für die Behandlung trans* Jugendlicher bereit, nachdem mehrere Kliniken ihre Angebote eingestellt haben.