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Unzureichende Entwürfe LSVD kritisiert Konversionstherapie-Verbot

Von co - 01.05.2020 - 14:00 Uhr
LSVD kritisiert Konversionstherapie-Verbot
Foto: © Christian Ader
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Noch dieses Jahr soll die Konversionstherapie an Minderjährigen in Deutschland verboten werden (SCHWULISSIMO berichtete). Über den neuesten Entwurf zum „Schutz vor Konversionsbehandlungen“ wird nächste Woche im Bundestag abgestimmt – doch laut dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) sei er noch voller Mängel.

In einem Brief an die Abgeordneten des Bundestages kritisierte der LSVD laut Noizz: Nach dem aktuellen Stand sei das Verbot lediglich symbolisch und würde kaum Fortschritte erzielen. Zum Beispiel gelte das Verbot gar nicht für alle Therapie-Versuche: Wenn eine volljährige LGBTI*-Person einer solchen Therapie explizit zustimmt, sei sie immer noch legal. Nach der Kritik des LSVD werde eine solche Zustimmung allerdings oft erschlichen. Die Pseudo-Therapie sei außerdem von vornherein eine Täuschung, da es nichts zu heilen gäbe. Daraus entstünden nur Depressionen und Selbstmordgedanken. Der LSVD fordert weiterhin, dass Eltern, die ihre Kinder zur „Behandlung“ schicken, pauschal belangt werden. Allein deren Zustimmung zu einer solch schädlichen Maßnahme sei schon eine Verletzung der Fürsorgepflicht.

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