Megan Rapinoe bleibt deutlich: Die Fußballweltmeisterin stellt sich gegen die Ausgrenzung von trans Menschen im Sport. Im Podcast „Who’s With Me?“ von Pushkin spricht sie mit W. Kamau Bell über Fairness, Verantwortung und darüber, warum sie von einflussreichen Sportlern mehr Haltung erwartet.
Das Wichtigste im Überblick
- Rapinoe diskutiert im Podcast über die Teilhabe von trans Menschen.
- Sie kritisiert Angst, Hass und fehlende Empathie in der Debatte.
- Auch das Schweigen bekannter Sportler beschäftigt sie.
- Für sie gehört sportlicher Wettbewerb mit der Achtung von Menschenrechten zusammen.
- Die Folge erschien am 21. Oktober und ist vollständig beim Herausgeber verfügbar.
Wen schützt die Fairnessdebatte?
Rapinoe widerspricht der Vorstellung, jemand könne einfach eine neue Geschlechtsidentität erklären und sofort im Spitzensport antreten. Sie verweist auf Hürden der Teilnahme und stellt infrage, wie selbstverständlich körperliche Vorteile bei manchen Athleten akzeptiert werden. Im Gespräch wird etwa die außergewöhnliche Größe des Basketballstars Victor Wembanyama genannt. Ihr Anliegen ist eine Debatte, in der die betroffenen Menschen nicht hinter Schlagworten verschwinden. Die Passage beginnt im Podcast etwa bei Minute 16.
Erfolg bedeutet auch Verantwortung
Ihre Haltung beschreibt die frühere Nationalspielerin als etwas, das sie früh gelernt habe. Wer Anerkennung und eine starke öffentliche Position besitzt, kann damit anderen Menschen helfen. Für Rapinoe endet Verantwortung deshalb nicht mit dem Schlusspfiff.
Sie spricht außerdem über den schwierigen Übergang nach dem Ende ihrer aktiven Karriere. Das Gefühl eines sportlichen Erfolgs lässt sich nicht einfach ersetzen. Die Fragen nach Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Verantwortung begleiten sie jedoch weiter. Schon Andrew Ogilvys Coming-out im Basketball zeigte, wie stark öffentliche Vorbilder für andere Sportler sein können.
Im rund 75-minütigen Gespräch bleibt es nicht bei einem einzelnen Statement. Bell fragt nach, Rapinoe erläutert ihre Erfahrungen und Erwartungen an die Sportwelt. Zwischen Erinnerungen an ihre Karriere und der aktuellen Debatte wird deutlich, wie eng sie sportlichen Erfolg mit öffentlicher Verantwortung verbindet.