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Coming-Out im Basketball
Foto: IMAGO / Buthmann
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Andrew Ogilvy ist schwul Der australische Basketballprofi betont Sichtbarkeit der Community

ms - 22.01.2026 - 09:00 Uhr
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Der frühere australische Basketballnationalspieler Andrew James Ogilvy hat sich als schwul geoutet. Der dreimalige All-NBL-First-Team-Center machte dies in einem Interview mit Isaac Humphries, Profi bei den Adelaide 36ers, im Rahmen der vierten jährlichen Pride Round der australischen National Basketball League (NBL) öffentlich.

NBL-Star spricht über Ehepartner

„Es gibt jetzt einen Raum für uns, um dieses Gespräch zu führen, um so offen darüber sprechen zu können“, sagte Ogilvy zu seiner Entscheidung. „Wenn Menschen mit jemandem sprechen wollen, wenn sie Meinungen hören oder Fragen stellen möchten, dann gibt es ihnen eine weitere Person, an die sie sich wenden können.“

Ogilvy, bekannt unter dem Spitznamen „AJ“, absolvierte 218 Spiele in der NBL und spielte zudem professionell in Spanien, der Türkei und Deutschland. In Deutschland gewann er eine Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga. Den Großteil seiner NBL-Karriere verbrachte der Center bei den Illawarra Hawks, mit denen er 2017 das Grand Final erreichte. Es war erst das fünfte Endspiel der Klubgeschichte. Ogilvy beendete seine Karriere 2022. Der heute 37-Jährige erklärte weiter, seit 18 Monaten mit seinem langjährigen Partner verheiratet zu sein. Kennengelernt hatten sich beide während Ogilvys Zeit bei den Sydney Kings in der Saison 2013/14.

Outing nach Karriere-Ende

Einige seiner Teamkollegen hätten bereits während seiner aktiven Laufbahn von der Beziehung gewusst, sagte Ogilvy. Ein öffentliches Coming Out habe er sich während seiner Karriere jedoch nicht zugetraut. „Ich habe mein Leben wahrscheinlich nicht so authentisch gelebt, wie ich es hätte tun können – besonders während meiner Zeit in der NBL“, sagte er. „Zum Teil lag es daran, dass ich dachte, es sei einfach meine Privatsache.“

Zugleich verwies Ogilvy auf gesellschaftliche Veränderungen: „Aber die Welt hat sich zwischen unseren Generationen verändert. Als 2017 die Abstimmung zur Ehe für alle stattfand, habe ich mich sehr deutlich dazu geäußert, ohne öffentlich zu sagen: ‚Ich bin ein schwuler Mann.‘“

Ogilvy nennt Kollegen als Vorbilder

Mut habe ihm unter anderem das Coming Out von Isaac Humphries gemacht. Humphries war 2022 nach NBA-Center Jason Collins der zweite aktive männliche Profibasketballer, der sich öffentlich als schwul bekannte. „Es war enorm hilfreich, dass jemand mit deiner Bedeutung und Haltung nach vorne tritt und sagt: Das bin ich“, sagte Ogilvy.

Humphries begrüßte Ogilvys Schritt ausdrücklich. „Es geht nicht darum, jemanden zu etwas zu drängen, sondern einfach um ein bisschen Sichtbarkeit für eine Gemeinschaft“, sagte er. „Jeder ist willkommen. Basketball ist ein so universeller Raum und ein universelles Spiel – warum sollten wir diese Gemeinschaft also nicht ebenfalls feiern?“ Humphries steht weiterhin im Kader der Adelaide 36ers, die aktuell die Tabelle anführen und ihren ersten Meistertitel seit 2002 anstreben. 

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