Ein Coming-out, und plötzlich schien die ganze Zukunft infrage zu stehen: Mike Manning glaubte als junger Mann, Ehe und Familienglück könnten damit für ihn unerreichbar werden. Heute ist der Schauspieler seit neun Jahren verheiratet. Im Interview mit The Advocate erzählt er, wie gründlich das Leben seine damalige Angst widerlegt hat.
Das Wichtigste im Überblick
- Mike Manning wurde durch MTVs „The Real World: D.C.“ bekannt.
- Damals erwog er, seine Sexualität vor den Kameras zu verbergen.
- Seit 2017 ist er mit Nick Tocco verheiratet.
- In „Beyond the Gates“ spielt er einen schwulen Familienvater.
- Seine Arbeit führt derzeit zu einer Fernbeziehung zwischen Atlanta und Los Angeles.
Verliebt beim Paintball
Die Begegnung mit Nick blieb hängen: Tarnhose, Jeep, aufgewirbelter Staub – Manning erinnert sich an den ersten Anblick wie an eine Filmszene. Dass sein späterer Mann kaum Blickkontakt hielt, deutete er zunächst als Desinteresse. Tatsächlich sei Nick einfach nervös gewesen. Beide waren damals noch anderweitig liiert; aus Freundschaft wurde später Liebe.
Ganz unkompliziert ist der Alltag trotzdem nicht. Manning arbeitet in Atlanta, sein Mann betreut die älteren Hunde in Los Angeles. Die Entfernung soll kein Dauerzustand bleiben. Über die persönlichen Erfahrungen sprach er mit The Advocate.
Schwuler Familienalltag im Fernsehen
Beruflich steht Manning inzwischen für genau jene Normalität vor der Kamera, die er früher für sich kaum vorstellbar fand. Bei CBS verkörpert er Bradley „Smitty“ Smith. Seine Figur ist Journalist, Ehemann und Vater. Die offizielle Senderbiografie von CBS/Paramount nennt außerdem Engagements in „Teen Wolf“, „This Is Us“ und „Days of Our Lives“ sowie seine Arbeit als Produzent und für gemeinnützige Organisationen.
Wie viel öffentliche Vorbilder bewirken können, zeigt auch die Liebesgeschichte von Elton John und David Furnish. Mannings Weg erzählt davon auf seine eigene Weise: Die Zukunft, vor deren Verlust er sich fürchtete, hat heute einen festen Platz in seinem Leben.