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Grindr-Treffen endet brutal 18-Jähriger wegen Hassattacke in Missouri angeklagt

Von ms - 30.10.2026 - 10:00 Uhr
Grindr-Treffen endet brutal
Foto: iStock / SanderStock
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Erneut für eine Verabredung über eine schwule Dating-App in eine Falle: Ein nächtliches Treffen, das über die Dating-Plattform Grindr angebahnt worden war, endete für einen schwulen Mann in Ellisville im US-Bundesstaat Missouri mit einem brutalen Angriff. Im Zusammenhang mit der mutmaßlich homophob motivierten Tat von letzter Woche wurde jetzt der 18-jährige Abdulwareth Alahmad angeklagt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein 18-Jähriger ist nach einem mutmaßlich homophoben Überfall in Ellisville im US-Bundesstaat Missouri angeklagt worden.
  • Das Opfer hatte zuvor über die Dating-App Grindr einen Kontakt namens „Adam“ kennengelernt.
  • Bei einem nächtlichen Treffen im Bluebird Park sollen fünf Männer den schwulen Mann angegriffen haben.
  • Einer der mutmaßlichen Angreifer soll erklärt haben: „Ich hasse tatsächlich schwule Menschen.“
  • Das Opfer konnte mit seinem Auto fliehen, erlitt jedoch schwere Verletzungen und wurde im Krankenhaus behandelt.
  • Der Beschuldigte Abdulwareth Alahmad ist inzwischen aus der Haft entlassen worden. Die Anklagen gegen ihn bestehen weiterhin.

Brutale Attacke im Park

Nach Angaben des Nachrichtensenders KMOV, der sich auf die Anklageunterlagen beruft, hatte das Opfer über Grindr einen Kontakt namens „Adam“ kennengelernt. Gegen 2.20 Uhr nachts traf der Mann im Bluebird Park ein. Dort soll ihn Alahmad angesprochen und mit den Worten „Ich hasse tatsächlich schwule Menschen“ konfrontiert haben. Kurz darauf griffen nach den bisherigen Erkenntnissen vier weitere Männer an, die sich zuvor in Büschen in der Nähe versteckt gehalten haben sollen. Während der Attacke sollen die Beteiligten wiederholt homophobe Beleidigungen geschrien haben. Außerdem hätten sie die Autoschlüssel und weitere persönliche Gegenstände des Mannes verlangt. Sein Mobiltelefon wurde später völlig zerstört am Tatort entdeckt. 

Flucht in letzter Sekunde

Dem Betroffenen gelang es schlussendlich in einem unbeobachteten Moment, sich in sein Fahrzeug zu retten und davonzufahren. Anschließend suchte er unmittelbar die Polizeidienststelle in Ellisville auf. Wegen seiner erheblichen Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittler verfügen über Aufnahmen von Überwachungskameras. Diese sollen den Angriff zeigen. Auf weiterem Videomaterial sei außerdem zu erkennen, wie Alahmad den Park verlässt. Die Polizei geht davon aus, dass der schwule Mann auch hätte sterben können, wäre ihm nicht die Flucht gelungen. Bei einer späteren polizeilichen Gegenüberstellung anhand von Fotografien identifizierte das Opfer dann den 18-Jährigen als einen der mutmaßlichen Angreifer.

Verteidiger spricht von Verwechslung

Alahmad muss sich wegen zweier schwerer Straftaten verantworten. Die Anklage umfasst schwere Körperverletzung ersten Grades mit diskriminierendem Motiv sowie Sachbeschädigung ersten Grades, ebenfalls mit einem diskriminierenden Hintergrund. Sein Rechtsanwalt Jay Kanzler bestreitet indes die Vorwürfe. Nach einem Gespräch mit den Ermittlungsbehörden und der Staatsanwaltschaft sei sein Mandant „fälschlicherweise angeklagt“ worden. Gegenüber dem Fernsehsender FOX 2 erklärte der Verteidiger, dass der mutmaßliche Täter offenbar falsch identifiziert worden sei. Zunächst saß Alahmad gegen eine Kaution von 200.000 US-Dollar in Haft. Nach Angaben seines Anwalts wurde er später nach Gesprächen mit Polizei und Staatsanwaltschaft wieder freigelassen, die Anklage bleibt aber weiter bestehen, mit Mitte November ist eine erste Anhörung eingeplant. Der schwule Mann konnte inzwischen die Klinik wieder verlassen. 

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