Patrick Stewart ist tot. Der britische Schauspieler, der als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek“ und als Professor Charles Xavier in „X-Men“ weltberühmt wurde, starb am Mittwoch in Los Angeles. Er wurde 86 Jahre alt. Seine Sprecherin Kelly Bush Novak bestätigte seinen Tod gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Nach Angaben seiner Familie hatte Stewart an Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz gelitten.
Das Wichtigste im Überblick
- Patrick Stewart starb am 28. Oktober im Alter von 86 Jahren.
- Als Captain Picard und Professor Xavier prägte er zwei große Film- und Serienuniversen.
- Mit Ian McKellen verband ihn eine enge Freundschaft und der Einsatz für Gleichberechtigung.
Vom Theater auf die Enterprise
Bevor Stewart mit der Enterprise durch den Weltraum flog, machte er sich auf der Theaterbühne einen Namen. Der in England aufgewachsene Schauspieler gehörte seit den 1960er-Jahren zur Royal Shakespeare Company. Als er die Rolle des Picard übernahm, war er bereits 47 Jahre alt. Von 1987 bis 1994 stand er für „Star Trek: The Next Generation“ vor der Kamera. Später kehrte er auch für „Star Trek: Picard“ in seine bekannteste Rolle zurück.
Mit Professor Xavier fand Stewart eine zweite Figur, die ihn einem weltweiten Publikum vertraut machte. Der besonnene Leiter der Mutantenschule wurde zu einem Gesicht der „X-Men“-Filme. 2010 wurde der Schauspieler von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
Ein verlässlicher Freund der Community
Für viele queere Fans gehörte zu Stewart auch seine Freundschaft mit Ian McKellen. Auf der Leinwand spielten sie als Xavier und Magneto Gegenspieler; abseits der Kameras standen sie einander nahe. McKellen leitete 2013 die Hochzeitszeremonie von Stewart und der Sängerin Sunny Ozell.
Im Interview mit The Advocate erklärte Stewart 2015, dass ihm der Einsatz für die Rechte homosexueller Menschen selbstverständlich erscheine. Die Zusammenarbeit mit schwulen und lesbischen Kolleginnen und Kollegen am Theater hatte seinen Blick früh geprägt. Gemeinsam mit McKellen unterstützte er Demonstrationen und Kampagnen für Gleichberechtigung. Auch über McKellens anhaltendes Engagement gegen diskriminierende Gesetze berichtete SCHWULISSIMO.
Stewarts Familie machte seinen Tod am Donnerstag öffentlich. Zu seinen Hinterbliebenen gehören seine Ehefrau Sunny Ozell und seine beiden Kinder. Für sein Publikum bleiben die Rollen eines Schauspielers, dessen Karriere von Shakespeare bis zu zwei der bekanntesten Figuren der Science-Fiction reichte.