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Liebe nach der Flucht „Dreamers“ in Berlin: Queere Paare aus Russland im Exil

Von tb - 26.10.2026 - 21:20 Uhr
Zwei Menschen halten sich in einem dunklen Flur an den Händen, zwischen ihnen steht ein kleiner Hund
Foto: © Sergei Stroitlev / Prinz Eisenherz (Pressefoto)
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Ein gemeinsames Leben aufbauen, während die Heimat immer gefährlicher wird: Die Fotoausstellung „Dreamers: Russian Queer Couples in Exile“ erzählt von queeren Paaren aus Russland, die im Ausland neu anfangen. Der Berliner Buchladen Prinz Eisenherz zeigt die Arbeiten von Sergei Stroitlev im November. Die Eröffnung ist für Freitag, 6. November, angekündigt.

Das Wichtigste im Überblick

  • „Dreamers“ porträtiert queere Paare aus Russland nach ihrer Ausreise.
  • Die Ausstellung läuft vom 6. bis 30. November im Buchladen Eisenherz.
  • Ort ist die Motzstraße 23 in Berlin-Schöneberg; der Eintritt ist frei.

Ein neues Zuhause zu zweit

Stroitlevs langfristiges Projekt folgt Menschen, die unter anderem in der Türkei, in Georgien und in Deutschland ein neues Leben beginnen. Die Paare haben Russland verlassen, um Verfolgung und täglicher Diskriminierung zu entkommen. Ihre Porträts erzählen davon, wie Beziehungen unter diesen Bedingungen weiterbestehen können. Der Buchladen stellt die Serie in seiner offiziellen Ausstellungsankündigung vor.

Im Zentrum steht die Hoffnung, trotz Krieg, Entwurzelung und Verletzungen einen gemeinsamen Weg zu finden. Die Nähe innerhalb der Paare ist dabei ebenso Teil der Geschichte wie die Erfahrung, alles Vertraute hinter sich zu lassen. Der Fotograf fragt, welche Kraft die Liebe in einer solchen Situation entfalten kann und was die Vergangenheit in einer Beziehung zurücklässt.

Auch der Fotograf verließ Russland

Stroitlev lebt heute in Berlin. Nach den biografischen Angaben zur Ausstellung reiste er am 4. März 2022 aus Russland aus, kurz nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine. Er hatte für unabhängige Publikationen gearbeitet; die Kriegszensur machte einen Verbleib für ihn zu gefährlich.

In seinen fotografischen Arbeiten beschäftigt er sich mit Minderheiten, Identität und Vorurteilen, aber auch mit den Folgen von Konflikten und Naturkatastrophen. Zu seinen Auszeichnungen gehören Preise bei Pictures of the Year International und beim Luis Valtueña Humanitarian Photography Award. Auf seiner Website stellt er weitere Projekte und seinen beruflichen Hintergrund vor.

Die Termine für Berlin

Die Vernissage beginnt am 6. November um 18 Uhr. Anschließend sind die Fotografien den gesamten November im Buchladen Eisenherz zu sehen. Der Veranstaltungsort in der Motzstraße 23 liegt nahe dem Nollendorfplatz. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

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