Erst raus mit der Wahrheit, dann schnell die Rolle rückwärts: Joe Locke erzählt jetzt, wie turbulent sein erstes Coming-out verlief. Der „Heartstopper“-Star veröffentlichte mit zwölf eine Instagram-Story darüber, dass er schwul ist. Noch am selben Tag löschte er sie wieder. Seine Ausrede: Der Account sei gehackt worden! Das berichtet der heute 23-Jährige im neuen Interview mit der britischen GQ.
Die Freunde wussten längst Bescheid
Drei Jahre später folgte der nächste Anlauf. Diesmal reagierten seine Freunde wenig überrascht. Die Hacker-Ausrede hatte offenbar wenig bewirkt.
Neu ist damit die Geschichte hinter dem Rückzieher, nicht seine sexuelle Orientierung. Bereits 2023 hatte Locke öffentlich über sein Schwulsein gesprochen. In unserer damaligen Meldung zu seinem öffentlichen Coming-out ging es auch darum, dass er Annahmen über seine Sexualität zuvor weder ausdrücklich bestätigt noch korrigiert hatte. Privat und vor einem Millionenpublikum über sich zu sprechen, sind eben zwei verschiedene Schritte.
Party nachts, Unterricht morgens
Nach der ersten „Heartstopper“-Staffel ging Locke wieder zur Schule. Er flog zu Veranstaltungen nach London, feierte und saß am nächsten Morgen erneut im Unterricht. Seine Berichte über prominente Partybekanntschaften beeindruckten die Mitschüler allerdings kaum.
Charlie bleibt seine Paraderolle
Für viele Fans gehört Locke untrennbar zu Charlie Spring, der sich in „Heartstopper“ in Nick Nelson verliebt. Kit Connor spielt Nick. Die Serie machte ihre beiden Hauptdarsteller innerhalb kürzester Zeit zu Stars – und brachte neben Begeisterung auch übergriffige Aufmerksamkeit. Schon 2023 sprachen beide über Fans, die persönliche Grenzen überschritten.
Die Geschichte von Nick und Charlie hat inzwischen mit „Heartstopper Forever“ ihren Spielfilmabschluss bekommen. Der Film ist seit dem 17. Juli auf Netflix verfügbar; Locke und Connor übernahmen dabei erstmals auch Aufgaben als ausführende Produzenten. Für Locke geht der Blick zugleich nach vorn: GQ erzählt er, dass er künftig gern erwachsenere Figuren spielen möchte.
Das Wichtigste im Überblick
- Joe Locke spricht in der britischen GQ über sein erstes Coming-out mit zwölf und die anschließende Hacker-Ausrede.
- Mit 15 outete er sich erneut; seine Freunde waren kaum überrascht.
- Öffentlich sprach er bereits 2023 über seine Sexualität.