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Alfie Watts übers Coming-Out Unterstützung aus der Community statt familiärer Rückhalt

Von ms - 20.10.2026 - 14:00 Uhr
Alfie Watts über Coming-Out
Foto: Instagram / _alfiewatts_
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Der britische Reality-TV-Star Alfie Watts (23) hat erstmals ausführlicher über die ablehnende Reaktion seiner Familie auf sein Coming-Out als bisexuell gesprochen. Der Gewinner der vierten Staffel der BBC-Reisesendung „Race Across the World“ hatte seine sexuelle Orientierung Anfang Oktober über Instagram öffentlich gemacht. Zuvor habe er große Angst davor gehabt, offen über seine Bisexualität zu sprechen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Schwieriges Coming-Out: Alfie Watts, Gewinner der vierten Staffel von „Race Across the World“, hat sich Anfang Oktober öffentlich als bisexuell geoutet.
  • Negative Reaktion der Familie: Der Reality-TV-Star berichtet, dass seine Angehörigen seine sexuelle Orientierung nicht akzeptierend aufgenommen hätten.
  • Unterstützung durch Mentorin: Heidi Ellender habe ihm in dieser schwierigen Zeit Sicherheit, Verständnis und das Gefühl gegeben, geliebt zu werden.
  • Positive Reaktionen der Öffentlichkeit: Anders als seine Familie hätten Fans und Follower auf sein Coming-Out durchweg positiv reagiert.

Familie reagierte „nicht besonders positiv“

In einem neuen Video der Online-Community „The Travel Movement“, die Watts 2024 mitgegründet hatte, schilderte er nun, wie schwierig die Reaktion seiner Angehörigen für ihn in den letzten Tagen gewesen sei. Zugleich würdigte er seine Reise-Mentorin Heidi Ellender, die ihm in dieser Zeit besonderen Rückhalt gegeben habe. Anlass der Rede war die bevorstehende Verleihung des ersten „Extraordinary Impact Award“ der Organisation an Ellender. Wie Watts erklärte, sei sein Coming-Out innerhalb der Familie keineswegs auf Verständnis gestoßen. Das tatsächliche Ausmaß der Ablehnung deutete er in seiner nur Rede an.

„Wie die meisten von euch hier wahrscheinlich nicht wissen, hat meine Familie nicht gerade besonders positiv reagiert, als sie es erfahren hat. Und das ist noch untertrieben“, sagte Watts. In dieser Situation habe Ellender eine wichtige Rolle übernommen. Sie habe seine Erfahrungen nachvollziehen können und ihm das Gefühl vermittelt, verstanden zu werden. „Aber Heidi konnte auf einer ganz anderen Ebene nachvollziehen, was ich durchmachte. Ich glaube, das liegt zum großen Teil daran, dass wir einen ähnlichen Hintergrund haben, aber auch daran, dass sie mich einfach versteht“, erklärte Watts. Weitere Einzelheiten darüber, wie seine Angehörigen auf das Coming-Out reagierten, nannte er nicht.

Selbstgewählten Familie

Besonders bewegend beschrieb Watts die Verbindung zu Ellender, die für ihn weit über eine gewöhnliche Mentoren-Beziehung hinausgehe. Sie verstehe sowohl seine persönlichen Erfahrungen als auch seine Wünsche und Zukunftsvorstellungen. „Sie weiß, wie es ist, davon zu träumen, nach den Sternen zu greifen, während die eigenen Füße noch fest am Boden kleben. Sie weiß, wie es ist, außerhalb der Blutsverwandtschaft eine Familie zu finden. Sie weiß, wie man mit Menschen spricht“, sagte Watts. Vor allem das erste Gespräch mit Ellender über seine Sexualität sei für ihn von großer Bedeutung gewesen. 

Sie habe ihm das Gefühl gegeben, „sicher“ und „gesehen“ zu sein. Auch sein Mitgründer Guy Lucas-Bhana und er hätten sich durch Ellender „geliebt“ gefühlt. Direkt an seine Mentorin gewandt, bedankte sich Watts für deren Unterstützung und persönliche Zuwendung. „Du gibst alles und kümmerst dich um andere, und dein Herz ist wirklich aus Gold. Das ist es wirklich, wirklich“, sagte er. Ellender sei für ihn und seinen Mitgründer inzwischen zu einem wichtigen Teil ihres persönlichen Umfelds geworden. „Wir können kaum glauben, dass wir dadurch ein Familienmitglied gefunden haben, mit dem wir nicht blutsverwandt sind“, erklärte Watts.

Rückhalt von Fans und Community

Bereits bei seinem Coming-Out Anfang Oktober hatte Watts eingeräumt, wie schwer ihm der Schritt in die Öffentlichkeit gefallen sei. Er habe große Angst davor gehabt, offen über seine sexuelle Orientierung zu sprechen. Schließlich habe er sich dennoch dazu entschlossen, seine Bisexualität auf Instagram öffentlich zu machen. Dabei habe er ursprünglich eine deutlich zurückhaltendere Mitteilung geplant. Nach der Veröffentlichung sei er von der Resonanz überwältigt gewesen. In einem weiteren Video in den sozialen Medien sprach Watts von einigen „überwältigenden Tagen“ und bedankte sich bei seinen Fans für die zahlreichen positiven Reaktionen.

Während Watts innerhalb seiner Familie Ablehnung erfahren habe, sei die öffentliche Reaktion auf sein Coming-Out nach seinen Angaben ausschließlich positiv ausgefallen. „Es ist nicht ein einziges böses Wort gefallen“, sagte er weiter. Besonders überrascht habe ihn das Ausmaß der Aufmerksamkeit, die seine persönliche Mitteilung ausgelöst habe. „Die Reaktion auf den Beitrag, den ich, das muss ich zugeben, eigentlich etwas zurückhaltender gestalten wollte, als er letztlich geworden ist, war großartig“, erklärte Watts. Auch viele Menschen aus der LGBTIQ+-Community sprachen ihre Unterstützung aus. Damit stehen für den Gewinner von „Race Across the World“ zwei sehr unterschiedliche Erfahrungen nebeneinander: die schwierige Reaktion seiner Angehörigen und die Unterstützung durch Menschen außerhalb seiner Familie. 

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