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Regenbogen-Steine für alle Florida Pride profitiert von Spendenaktion

Von ms - 19.10.2026 - 12:00 Uhr
Regenbogen-Steine für alle
Foto: iStock / no_limit_pictures
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Aus einem entfernten Regenbogen-Zebrastreifen in Florida wird ein ungewöhnliches Spendenprojekt für die LGBTIQ+-Community. Die Dragkünstlerin Miss Bouvèé bietet Pflastersteine des ehemaligen Fußgängerüberwegs in Miami Beach gegen Spenden an. Mit dem Erlös sollen die Pride-Veranstaltungen in Naples und Key West unterstützt werden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ungewöhnliche Spendenaktion: Die Dragqueen Miss Bouvèé aus Florida bietet 50 Pflastersteine eines ehemaligen Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach gegen Spenden ab 250 US-Dollar an.
  • Geld für Pride-Veranstaltungen: Mit der Aktion sollen 15.000 US-Dollar für Naples Pride und 7.500 US-Dollar für Key West Pride zusammenkommen.
  • Regenbogen-Zebrastreifen entfernt: Der 2018 angelegte Überweg wurde im Oktober 2025 nach einer Anordnung der Behörden Floridas abgebaut. Die Stadt Miami Beach hatte sich erfolglos dagegen gewehrt.
  • Historische Erinnerungsstücke: Die Steine werden einzeln, bemalt oder gerahmt angeboten. Gedenkplaketten erinnern an den ursprünglichen Standort.

22.500 Dollar für queere Events

Hinter der Kunstfigur Miss Bouvèé steht Eric Swanson, der in Florida als Dragperformer auftritt und sich für queere Anliegen engagiert. Für die Aktion ersteigerte Swanson insgesamt 50 Steine des früheren Regenbogen-Überwegs an der Kreuzung 12th Street und Ocean Drive. Die Stadt Miami Beach hatte die Steine nach dem Abbau des Fußgängerüberwegs im Rahmen einer Auktion angeboten. Wer einen der Steine erhalten möchte, muss mindestens 250 US-Dollar spenden. Je nach Höhe des Beitrags stehen unterschiedliche Ausführungen zur Auswahl. Die Spenden gehen unmittelbar an die beiden begünstigten Pride-Organisationen.

Miss Bouvèé verfolgt mit der Aktion zwei konkrete Spendenziele. Für Naples Pride sollen 15.000 US-Dollar zusammenkommen, für Key West Pride weitere 7.500 US-Dollar. Insgesamt entspricht dies einem angestrebten Spendenvolumen von 22.500 US-Dollar. Die Dragkünstlerin stellte das Projekt auf Instagram vor. Erste Erfolge kann sie bereits vorweisen. Für Naples Pride wurde nach ihren Angaben mehr als die Hälfte des angestrebten Betrags gesammelt. Bei Key West Pride lag der Zwischenstand bei 600 US-Dollar. Die Pflastersteine sollen dabei nicht nur einen materiellen Anreiz bieten, sondern zugleich an die Geschichte queerer Sichtbarkeit in Miami Beach erinnern. „Das ist ein Teil unserer Geschichte“, schrieb Miss Bouvèé. Sie ergänzte: „Mit eurer Spende helft ihr dabei, dass weiterhin Geschichte geschrieben wird.“

Pflastersteine als Erinnerungsstücke

Die ursprünglichen Steine stammen von einem Regenbogen-Zebrastreifen, der mehrere Jahre lang zum Straßenbild von Miami Beach gehörte. Miss Bouvèé bietet sie in verschiedenen Varianten an. Interessierte können einzelne Pflastersteine erhalten oder sich für gerahmte Exemplare entscheiden, deren Oberfläche in Regenbogenfarben gestaltet wurde. Daneben werden gerahmte Zusammenstellungen aus jeweils sechs Steinen angeboten. Jedes Erinnerungsstück ist mit einer Gedenkplakette versehen. Darauf sind der frühere Standort des Überwegs sowie das Datum seiner Errichtung und das seiner Entfernung festgehalten.

Die Dragkünstlerin erklärte, dass sie einige der noch verfügbaren Steine zusätzlich bemalt habe. Der Grund: Nicht alle ursprünglichen Regenbogenfarben waren in ausreichender Menge vorhanden. Durch die nachträgliche Gestaltung soll gewährleistet werden, dass in den entsprechenden Zusammenstellungen sämtliche sechs Farben des Regenbogens vertreten sind. Die Steine werden damit zu Erinnerungsstücken an ein öffentliches Zeichen queerer Sichtbarkeit, das inzwischen aus dem Straßenbild verschwunden ist.

Kampf gegen Regenbogen-Zebrastreifen

Der Regenbogen-Überweg an der 12th Street und Ocean Drive war im November 2018 angelegt worden. Er gehörte zu den sichtbaren Symbolen der LGBTIQ+-Community in Miami Beach. Im Oktober 2025 wurde der Fußgängerüberweg jedoch wieder abgebaut. Hintergrund war eine Anordnung der Behörden des US-Bundesstaates Florida, nach der künstlerische Gestaltungen auf öffentlichen Fahrbahnen entfernt werden mussten. Die Vorgabe betraf damit auch farbig gestaltete Straßenmarkierungen wie den Regenbogen-Zebrastreifen. Miami Beach versuchte, sich gegen die Entscheidung zur Wehr zu setzen. Die Bemühungen der Stadt blieben jedoch erfolglos. Schließlich veranlasste das Verkehrsministerium von Florida die Entfernung des Überwegs. Ein Großteil der ursprünglichen Pflastersteine wurde anschließend für einen nahe gelegenen Fußgängerweg wiederverwendet, 50 der Steine gelangten über eine städtische Auktion in den Besitz von Miss Bouvèé.

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