Daniel Craig steigt ins Londoner Kneipengeschäft ein: Der Schauspieler ist neuer Miteigentümer des Horseshoe im Stadtteil Clerkenwell. Gemeinsam mit drei Partnern will der frühere James-Bond-Darsteller den traditionsreichen Pub weiterführen und umbauen lassen. Über das Vorhaben berichtete zuerst die britische „Times“, die Craig vor Ort traf.
Das Wichtigste im Überblick
- Daniel Craig übernimmt das Horseshoe in London gemeinsam mit drei Partnern.
- Die bisherigen Wirtsleute Pauline und Richard Tucker gehen nach 36 Jahren in den Ruhestand.
- Der Umbau soll etwa ein Jahr dauern; die Wiedereröffnung ist für 2027 vorgesehen.
- Geplant sind ein klassischer Pub im Erdgeschoss und ein größerer Restaurantbereich darüber.
Drei Partner aus der Gastronomie
Zum neuen Eigentümerteam gehören Soho-House-Gründer Nick Jones, Flat-Iron-Gründer Charlie Carroll sowie Kreativdirektor Justin O’Shea. Das bestätigen die Branchenmedien „Morning Advertiser“ und „The Caterer“. Carroll ist auch am Londoner Devonshire beteiligt und soll beim Horseshoe die Verantwortung für das Essen übernehmen.
Die Übernahme bedeutet einen Abschied für Pauline und Richard Tucker: Das Paar führte das Haus 36 Jahre lang. Das neue Team plant eine Renovierung, bei der der Charakter einer traditionellen britischen Kneipe erhalten bleiben soll. Neben dem Restaurant sollen auch weitere Räume und der Biergarten überarbeitet werden.
Bier und Snacks statt Bond-Martini
Im Erdgeschoss sollen Gäste weiterhin vor allem zum Trinken einkehren können. Dazu sind einfache Pub-Snacks vorgesehen. Für ausgedehntere Mahlzeiten ist der größere Speiseraum im oberen Stockwerk geplant. Laut „Morning Advertiser“ wird die Renovierung voraussichtlich rund ein Jahr beanspruchen. Ein genauer Termin für die Wiedereröffnung 2027 ist damit noch nicht genannt.
Am Zapfhahn soll auch Bad Belze angeboten werden, die Biermarke, die Craig und O’Shea gemeinsam gestartet haben. Für den Schauspieler ist die Nähe zur Kneipenwelt keine neue Erfahrung: Wie der Restaurantführer Harden’s berichtet, betrieben bereits seine Großeltern einen Pub in Chester. Sein Vater führte das Ring O’Bells in Frodsham. Craig kündigte zudem an, selbst freitagabends im Horseshoe anzutreffen zu sein.
Die Geschichte vom Kellergeist
Eine besondere Hausgeschichte bekam Craig bei seinem Besuch gleich mitgeliefert. In der „Times“-Reportage erzählt Pauline Tucker von Gilbert, einem angeblichen Geist im Keller, der einst Henker gewesen sein soll. Craig reagierte mit einem Scherz über ein Bier für den unsichtbaren Gast. Die Erzählung gehört zur Folklore des Hauses – und dürfte nach dem Besitzerwechsel weiterer Gesprächsstoff am Tresen bleiben.
Craig jenseits des Geheimagenten
Nach fünf Bond-Filmen setzt Craig auch als Schauspieler andere Akzente. In Luca Guadagninos „Queer“ spielte er einen schwulen Amerikaner im Mexiko der 1950er-Jahre. SCHWULISSIMO berichtete bereits darüber, warum diese Rolle für ihn während seiner Zeit als James Bond kaum denkbar gewesen wäre. Mit der Beteiligung am Horseshoe kommt nun ein gemeinsames Gastronomieprojekt hinzu.