Regie: Yeşim Nela Keim Schaub
In Orlando. Eine Kopie ohne OriginalTF entsteht ein Raum zwischen Fiktion und biografischem Material. Orlando ist nicht nur eine literarische Figur, sondern eröffnet die Möglichkeit, Identität neu zu denken: als etwas, das sich durch Zeiten, Geschlechter und Landschaften hindurch immer wieder verändert.
In der Begegnung mit Orlando beginnt die Suche nach einem Ich, das nicht abgeschlossen ist, sondern sich in ständigem Austausch befindet – mit Worten, Körpern, Vögeln, Lautsprechern und nicht zuletzt mit dem Publikum. Auch das Scheitern ist Teil dieser Suche: nicht als Endpunkt, sondern als Moment der Abweichung, manchmal als schmerzhafte Verwirrung, immer aber auch als Möglichkeit.
Hale Bo Enzo Richter begibt sich gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach dem eigenen Queer-Werden und nach der Frage, ob Gemeinschaft Halt geben kann, wenn feste Identitätskonstruktionen sich auflösen.
CHAOS ist das Spielzeitthema 2026/27 am Theater an der Ruhr.
Chaos bedeutet aber nicht nur Zerfall und Unordnung, sondern auch Raum für Neuanfänge, für queere Lebensentwürfe, für die Lust am Ausprobieren. Das Theater an der Ruhr ordnet das Chaos nicht, sondern begibt sich mitten hinein – neugierig auf das, was sich erst noch herausbildet: Gefühle, Identitäten oder der eigene Weg. Vom 06. November bis 12. Dezember feiern wir bei CHAOS1 das produktive Durcheinander – mit fünf Theaterpremieren und einem herrlich chaotischen Programm von Konzerten über Workshops bis hin zu Parties und Gesprächen! Mehr Informationen unter www.theateranderruhr.de .
Ort: THEATER an der RUHR, Akazienallee 61, 45478 Mülheim an der Ruhr