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Gedenkbank erneut beschädigt Vandalismus trifft CSD-Gedenkstätte in Berlin

Von ms - 05.10.2026 - 09:00 Uhr
Regenbogenbank erneut beschädigt
Foto: IMAGO / Stefan Zeitz
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Die Regenbogenbank an der Gedenkstätte für den Anschlag auf den Berliner CSD ist erneut Ziel von Vandalismus geworden. Unbekannte besprühten die Bank im Großen Tiergarten mit schwarzer Farbe. Damit wurde sie innerhalb nur eines Monats bereits zum vierten Mal beschädigt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Unbekannte haben die Regenbogenbank im Großen Tiergarten mit schwarzer Farbe besprüht.
  • Es ist bereits die vierte Beschädigung der Bank innerhalb eines Monats.
  • Die Polizei entdeckte die Schmiererei und reinigte die Bank noch vor Ort.
  • Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung.
  • Die erst Anfang August aufgestellte Bank erinnert an den islamistischen Terroranschlag auf den Berliner CSD am 25. Juli.
  • Auch ein zur Gedenkstätte gehörender neu gepflanzter Ahornbaum wurde bereits mutwillig beschädigt.

Staatsschutz ermittelt 

Auf die neuerliche Beschädigung stießen Polizeikräfte in den Morgenstunden. Gegen 4.20 Uhr bemerkten sie im Großen Tiergarten einen starken Farbgeruch. In der Nähe des Ahornsteigs fanden die Einsatzkräfte schließlich die mit schwarzer Farbe besprühte Regenbogenbank. Die Polizisten beseitigten die Farbe noch vor Ort. Wer für die Schmiererei verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Ermittelt wird wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung. Der Staatsschutz wird üblicherweise tätig, wenn ein möglicher Zusammenhang mit Hasskriminalität besteht.

Die Regenbogenbank steht erst seit Anfang August im Tiergarten. Sie ist Teil einer Gedenkstätte, die an den islamistischen Terroranschlag auf den Berliner CSD vom 25. Juli erinnert. Damals war der 21-jährige Attentäter Abdul Ballout mit einem Auto in eine Menschengruppe gefahren. Anschließend prallte der Wagen gegen einen Ahornbaum und attackierte dann Menschen mit einer Machete. Eine Frau starb, 31 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.  Zu dem Erinnerungsort gehört neben der Regenbogenbank auch ein neu gepflanzter Baum. Anfang September wurde auch dieser von Unbekannten mutwillig beschädigt.

Dauer-Ziel von Vandalismus

Auch die Regenbogenbank selbst wurde seit ihrer Aufstellung wiederholt angegriffen. Bereits am 1. September stellte die Polizei erhebliche Schäden fest. Die Bank war durch „massive Gewalteinwirkung“ zerstört worden. Dabei hatten Unbekannte sämtliche farbigen Holzlatten herausgerissen. Zudem wurde die Rückenlehne vom Gestell abgebrochen. Rund zwei Wochen später wurde die wiederhergestellte Bank erneut aufgestellt. Doch auch danach blieb der Gedenkort nicht unversehrt. Vor einer Woche entdeckte die Polizei erneut Beschädigungen. Eine Holzlatte war vollständig demontiert worden, zwei weitere Latten waren beschädigt. Die Schäden wurden innerhalb kurzer Zeit repariert. Nur vier Tage später machten sich Unbekannte jedoch erneut an der Bank zu schaffen. In der Nacht wurden abermals mehrere Latten entfernt. Nun folgte mit der schwarzen Farbe eine weitere Beschädigung. Es ist damit bereits der vierte Fall innerhalb eines Monats, bei dem die Regenbogenbank am Berliner CSD-Gedenkort beschädigt wurde.

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