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Angriff auf den Regenbogen Zum dritten Mal wurde die Gedenkbank zum CSD-Anschlag verwüstet

Von ms - 29.09.2026 - 13:40 Uhr
Angriff auf den Regenbogen
Foto: IMAGO / Stefan Zeitz
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Die Regenbogenbank am Gedenkort für den islamistischen Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) im Berliner Tiergarten ist erneut beschädigt worden. Es ist der inzwischen dritte Angriff auf das erst Anfang August aufgestellte Erinnerungszeichen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Regenbogenbank im Berliner Tiergarten ist erneut beschädigt worden.
  • Mehrere Holzlatten wurden demoliert, von mindestens einer Latte wurde ein Teil vollständig abgebrochen.
  • Die Bank erinnert an den islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Christopher Street Day.
  • Seit ihrer Aufstellung Anfang August wurde die Gedenkbank bereits zum dritten Mal beschädigt oder zerstört.
  • Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung.
  • Hinweise auf die Täter gibt es bislang weder im aktuellen noch in den früheren Fällen.
  • Die Polizei kontrolliert den Gedenkort inzwischen regelmäßig. Die neuen Schäden sollen schnell repariert werden.
  • Innerhalb der Community wird immer mehr Kritik laut, aber auch Kampfeswillen. 

CSD-Gedenkort erneut demoliert

Mehrere Holzlatten der Sitzfläche wurden dieses Mal mit einem unbekannten Gegenstand demoliert. Von mindestens einer Latte wurde ein Teilstück vollständig abgebrochen, teilte die Polizei jetzt mit. Insgesamt befindet sich die Bank weiterhin in einem weitgehend intakten Zustand, eine Seite weist jedoch deutliche Schäden auf. Zunächst hatte es geheißen, sieben Latten seien vollständig entfernt worden. Diese Angaben erwiesen sich als falsch. 

Wer für die erneute Beschädigung verantwortlich ist, ist bislang unklar. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise auf mögliche Täter. Auch bei den vorherigen Angriffen konnten bislang keine Verantwortlichen ermittelt werden. Die Ermittlungen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung dauern an. Zuständig ist der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Die in Regenbogenfarben gestaltete Bank wurde Anfang August zwischen Bellevueallee und Kleiner Querallee im Berliner Tiergarten aufgestellt. Sie erinnert an den islamistischen Terroranschlag auf den CSD in Berlin. 

Wiederholte Angriffe seit August

Seit ihrer Installation ist die Bank damit zum dritten Mal zum Ziel von Beschädigungen geworden. Erst am Donnerstagabend, 24. September, waren neue Schäden entdeckt worden. Damals war eine Latte demontiert worden, zwei weitere waren beschädigt. Die Reparatur erfolgte schnell: Bereits am folgenden Tag wurde die Bank nach Angaben einer Polizeisprecherin wieder instand gesetzt. Auch die jetzt entstandenen Schäden sollen möglichst rasch behoben werden. Zuvor war die Regenbogenbank bereits in weiteren Fällen beschädigt oder zerstört worden. Hinweise auf die Verantwortlichen ergaben sich auch dabei nicht.

Wegen der wiederholten Angriffe hatte das Bezirksamt Mitte bereits Mitte September angekündigt, den Gedenkort stärker schützen zu wollen. Seitdem kontrolliert die Polizei den Bereich regelmäßig. Die erneute Beschädigung konnte dadurch jedoch nicht verhindert werden. Damit bleibt die erst seit wenigen Wochen bestehende Regenbogenbank wiederholt Ziel von Sachbeschädigungen. Während die Schäden jeweils repariert werden, dauern die Ermittlungen des Staatsschutzes zu den Verantwortlichen weiter an.

Kritik in der Community

Innerhalb der LGBTIQ+-Community wird die Kritik immer lauter: „Diese Bank wird immer und immer wieder zerstört werden. Wir sehen doch, wie die Angriffe auf unsere Community immer brutaler und häufiger werden. Und gerade in Berlin gibt es inzwischen ganze No-Go-Areas für Lesben, Schwule und Queers. Und gerade die linke Stadtpolitik schaut immer wieder weg. Seid ihr echt überrascht, dass das immer wieder passiert? Wie blauäugig kann man sein?“, fragt so ein Nutzer auf X, viele pflichten ihm online bei. Andere Menschen aus der Community bekräftigen ein Gefühl des Zusammenhalts nach dem Motto „Jetzt erst recht!“. So schreibt ein Mann: „Wir werden diese Bank immer wieder aufstellen, wenn es sein muss, jeden Tag neu. Was sind das für Menschen, die einen Gedenkplatz verwüsten, an dem einer Toten und vieler Verletzter gedacht wird!?“.

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