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Prozessbeginn in Sydney
Foto: Instagram / jessebairddd
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Prozessbeginn in Sydney Ex-Polizist bestreitet Mord an TV-Moderator und Freund

ms - 22.09.2026 - 11:00 Uhr
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Vor dem Obersten Gerichtshof von New South Wales in Sydney hat der Prozess gegen den ehemaligen Polizisten Beau Lamarre (31) wegen der mutmaßlichen Tötung des TV-Moderators Jesse Baird (✝26)  und dessen Freund Luke Davies (✝29) begonnen. Lamarre bestreitet die Vorwürfe. Er hat sich in zwei Fällen des Mordes im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt sowie wegen besonders schweren Hausfriedensbruchs nicht schuldig bekannt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der ehemalige Polizist Beau Lamarre muss sich wegen der mutmaßlichen Tötung von Jesse Baird und Luke Davies vor Gericht verantworten.
  • Lamarre hat sich in zwei Fällen des Mordes im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt nicht schuldig bekannt.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihm eine „obsessive und eifersüchtige Verliebtheit“ in Baird nach einer kurzen romantischen Beziehung vor.
  • Lamarre soll Baird nach dem Ende des Kontakts verfolgt, dessen Wohnung aufgebrochen und sein Auto beschädigt haben.
  • Am Tag der Morde soll Lamarre drei Stunden vor dem Haus des Paares gewartet haben.
  • Baird und Davies sollen mit Lamarres Polizeiwaffe erschossen worden sein.
  • Die Leichen wurden später rund 193 Kilometer vom Wohnort entfernt in Surfbretttaschen gefunden.
  • Der Prozess soll mindestens drei Monate dauern. Mehr als 100 Zeugen sollen aussagen.

Obsessives Verhalten

Die Staatsanwaltschaft zeichnet ein Bild einer eskalierenden Beziehung. Staatsanwalt Brett Hatfield SC sagte, Lamarre habe nach einer kurzen romantischen Beziehung zu Baird eine „obsessive und eifersüchtige Verliebtheit“ entwickelt. Nach Darstellung der Anklage nahm Lamarres „zwanghaftes Verhalten“ zu, nachdem Baird im November 2023 den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte. In den Wochen nach der Trennung soll Lamarre nach Angaben der Staatsanwaltschaft das Telefon eines Freundes benutzt haben, um Baird Nachrichten zu schicken. Dabei habe er behauptet, an Krebs erkrankt zu sein.

Darüber hinaus soll Lamarre Baird verfolgt, dessen Wohnung aufgebrochen und sein Auto beschädigt haben. Am Tag der Tötungen im Februar 2024 soll Lamarre einem Freund eine Nachricht geschickt haben: „Ich werde versuchen, dich heute Abend anzurufen und dich auf den neuesten Stand zu bringen … es sieht aber nicht so aus, als würde ich das schaffen.“ Die Staatsanwaltschaft wirft Lamarre vor, an diesem Tag drei Stunden vor dem Haus von Baird und Davies gewartet zu haben. Anschließend soll er in die Wohnung eingedrungen sein.

Schüsse mit Polizeiwaffe

Baird und Davies sollen laut Anklage mit Lamarres Polizeiwaffe erschossen worden sein. Davies soll im Schlafzimmer getötet worden sein, während er gerade den Notruf wählte. Hatfield sagte vor Gericht, die Tötung von Davies habe dazu gedient, ihn als Zeugen zu „beseitigen“. Nach den Tötungen soll Lamarre zudem Nachrichten vom Mobiltelefon Bairds verschickt haben. Die Leichen wurden den Angaben zufolge weggebracht und später in Surfbretttaschen entdeckt. Fundort war eine Gegend  etwa 193 Kilometer vom Wohnort entfernt.

Eine wichtige Rolle im Prozess dürfte auch Lamarres damalige Stellung als Polizeibeamter spielen. Insbesondere der mutmaßliche Einsatz seiner Dienstwaffe und ein möglicher Missbrauch seiner beruflichen Position dürften Gegenstand der Verhandlung und der öffentlichen Aufmerksamkeit sein. Lamarre war im Februar 2024 angeklagt worden, nachdem Baird und Davies verschwunden waren. Kurz nach der Anklage wurde er im Jahr 2024 aus dem Polizeidienst entlassen. Der Prozess soll voraussichtlich mindestens drei Monate dauern. Mehr als 100 Zeugen sollen vor Gericht aussagen.

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