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Bob Mackie ist tot
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Bob Mackie ist tot Trauer um schwulen Star Designer – seine Entwürfe bleiben

ms - 15.09.2026 - 09:30 Uhr
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Der US-amerikanische Mode- und Kostümdesigner Bob Mackie ist tot. Er wurde 87 Jahre alt. Mackie, der als schwuler Designer auch eine prägende Figur der LGBTiQ+-Kultur war, wurde vor allem durch seine extravaganten Entwürfe für internationale Stars bekannt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der berühmte Mode- und Kostümdesigner Bob Mackie ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
  • Er entwarf unter anderem Kleidung für Cher, Elton John, Diana Ross und Tina Turner.
  • Mackie prägte die Popkultur über mehr als sechs Jahrzehnte.
  • Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen Marilyn Monroes Kleid für „Happy Birthday, Mr. President“ und Elton Johns Donald-Duck-Kostüm.
  • Besonders eng verbunden war Mackie mit der schwulen Ikone Cher.
  • Auch Miley Cyrus und Zendaya trugen Entwürfe des Designers.
  • RuPaul bezeichnete Mackie als „Schutzheiligen der Dragqueens“.
  • Mackie arbeitete elf Jahre lang für The Carol Burnett Show und sprach sich für Authentizität und Selbstverwirklichung aus.

Von Marilyn Monroe bis Elton John

Sein Tod wurde über seine Social-Media-Kanäle bekanntgegeben. „Schweren Herzens teilen wir die Nachricht mit, dass Herr Bob Mackie heute verstorben ist“, hieß es dort. „Er hat seine 87 Jahre in vollen Zügen gelebt und seinen Traum erfüllt, Mode- und Kostümdesigner zu sein – das war alles, was er jemals tun wollte. Sein Genie und seine außergewöhnlichen Entwürfe werden für immer weiterleben und auch künftig Schönheit in diese Welt bringen.“

Mackie beeinflusste die Popkultur über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahrzehnten. Schon zu Beginn seiner Karriere war er an einem der berühmtesten Bühnenoutfits des 20. Jahrhunderts beteiligt: Als junger Designer fertigte er für den Designer Jean Louis die ursprüngliche Skizze für Marilyn Monroes Kleid an, das sie bei ihrem legendären Auftritt mit „Happy Birthday, Mr. President“ trug. Auch Elton John stattete Mackie mit einem seiner wohl ungewöhnlichsten Bühnenlooks aus. Für den Musiker entwarf er ein Donald-Duck-Kostüm, das bis hin zu den Schwimmhäuten an den Füßen detailreich gestaltet war.

Besondere Verbindung zu Cher

Besonders eng war Mackies Name mit der Sängerin und schwulen Ikone Cher verbunden. Er entwarf zahlreiche ihrer markantesten Outfits, darunter ihre Kostüme für The Sonny & Cher Comedy Hour. Zu seinen bekanntesten Arbeiten für Cher zählt außerdem ein dramatisches, mit Pailletten besetztes Kleid mit einem Federkopfschmuck in Form eines Irokesenschnitts. Sie trug das Ensemble bei der Oscar-Verleihung 1986.

Doch Mackies Einfluss reichte weit über die großen Bühnen vergangener Jahrzehnte hinaus. 2024 entwarf er das Kleid, das Miley Cyrus bei ihrem ersten Grammy trug und während der Preisverleihung bei ihrem Auftritt von „Flowers“ präsentierte. Auch Zendaya wurde von ihm eingekleidet. In der Drag-Szene wurde Mackie ebenso zu einer wichtigen Referenz. Über die Jahre galt er als „Schutzheiliger der Dragqueens“ und wurde bei RuPaul’s Drag Race immer wieder erwähnt. RuPaul sagte über den Designer: „Wir werden alle nackt geboren, und der Rest ist Bob Mackie.“

Kostüme als Geschichtenerzähler

Im vergangenen Jahr sprach Mackie über seine Karriere und seinen Dokumentarfilm „Bob Mackie: Naked Illusion“. Dabei erklärte er, dass insbesondere seine Arbeit mit Cher und an The Carol Burnett Show ein wichtiger Antrieb gewesen sei. Für die Sendung arbeitete Mackie elf Jahre lang. „Das ist der Grund, warum ich es getan habe, wissen Sie, es gibt ihnen etwas“, sagte er. „Man sieht Künstler auf eine bestimmte Art und dann sieht man sie plötzlich ganz anders. Das ist wirklich ein Teil der Unterhaltung.“ Mackie sah sich dabei selbst weniger als klassischen Modedesigner denn als Teil des Showbusiness. „Ich denke nie von mir selbst, dass ich in der Mode bin; ich bin Kostümdesigner im Showbusiness, und das ist nicht dasselbe. Ein Kostümdesigner trägt allerdings wirklich zum Storytelling einer Produktion bei“, sagte er.

Rat an die LGBTIQ+-Community

Auch Menschen aus der LGBTIQ+-Community gab Mackie angesichts schwieriger Zeiten einen persönlichen Rat. „Seid einfach ehrlich zu euch selbst. Tut das, was ihr am besten könnt. Versucht, euer Leben so zu gestalten, dass es für euch auf bestmögliche Weise funktioniert. Manchmal gibt es Wege, die einfach nicht die besten sind; versucht auch darüber nachzudenken.“ Mackies Entwürfe für Film, Fernsehen, Musik und Bühne machten ihn zu einem der bekanntesten Kostümdesigner seiner Generation. Seine Arbeiten für Stars und seine besondere Verbindung zur LGBTIQ+- und Drag-Kultur sicherten ihm dabei einen bleibenden Platz in der Popgeschichte.

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