Spenden statt Blumen erbeten Nashville: Dolly Parton im engsten Kreis beigesetzt
Dolly Parton, legendäre Countryqueen und Ikone für Generationen queerer Fans, wurde am 28. August 2026 im engsten Familienkreis in Nashville beigesetzt. Dies bestätigte ihre Nichte Lainey Mae Parton via Instagram. Die Beisetzung erfolgte ohne Medienrummel, direkt neben ihrem Ehemann Carl Dean, der 2025 im Alter von 82 verstarb. Dolly Parton hatte sich diesen ruhigen Abschied ausdrücklich gewünscht.
Das Wichtigste im Überblick
- Dolly Parton wurde am 28. August im kleinsten Kreis in Nashville beerdigt.
- Bestätigt wurde dies von ihrer Nichte Lainey Mae Parton.
- Die Sängerin liegt neben ihrem Ehemann Carl Dean im Woodlawn Memorial Park.
- Statt Blumen bittet die Familie um Spenden für Partons Leseförderprojekt.
- Der Öffentlichkeit war ihre Krebserkrankung bis zuletzt nicht bekannt.
Abschied ohne Blitzlichtgewitter: Parton bleibt privat
Wer dachte, Dolly Partons letztes Fest werde noch einmal bunt und laut, irrt. Nach über 60 Jahren im Rampenlicht suchte sie am Lebensende ausgerechnet die totale Abgeschiedenheit. Ihre Nichte veröffentlichte den Nachruf mit einem Tag Verzögerung – ganz in Dollys Sinn: Die routinierte Selfie-Poserin wurde zur Meisterin des Rückzugs und überließ es ihren Liebsten, für sie die letzten Worte zu sprechen. „Es fühlt sich immer noch unwirklich an, dass sie nicht mehr da ist“, schrieb Lainey Mae. Damit sind nicht nur Millionen Fans, sondern auch ein Stück Countrygeschichte plötzlich sehr leise geworden.
Letzter Wille auf Baumwolle: Ein Bett für die Ewigkeit
Die Grabstätte teilt Dolly Parton mit Carl Dean, mit dem sie fast sechs Jahrzehnte verheiratet war – beinahe ein Fall fürs Guinnessbuch der Countryehen. Ihr Neffe Bryan Seaver erinnerte daran, dass sie „in einem wunderschönen Bett aus weicher Baumwolle“ liegen wollte, weil sie nach all dem Glitzer mal endlich ausruhen müsse. Typisch Dolly: selbst im Tod bleibt Humor erlaubt. Und wer singt jetzt ihr Lieblingslied „If We Never Meet Again“? Offenbar blieb es der Phantasie der Trauergäste überlassen, ob doch „I Will Always Love You“ heimlich aus einem Radiosender in der Nähe tönte.
Nachlass mit Herz: Bücher statt Blumen für Partons Lesekinder
Bekannt geworden war erst wenige Tage vor ihrem Tod, dass Dolly an Krebs litt. Ihre Diagnose hielt die Grande Dame des Country bis zuletzt unter Verschluss. Am 14. August hatte sie noch einen Auftritt abgesagt, der Öffentlichkeit blieb der wahre Grund verborgen. Für Beileidsbekundungen bat die Familie darum, das Geld in Bücher für Kinder zu investieren und Partons Herzensprojekt, die Imagination Library, zu unterstützen. Wer Dolly kannte, weiß: Das war bestimmt ihr letzter großer Wunsch.
Unklar bleibt, wann – und ob überhaupt – es eine öffentliche Gedenkfeier für ihr Vermächtnis geben wird. Fakt bleibt: Dolly Partons Herzenswärme, ihr legendärer Haarhelm und ihr großer Einfluss auf die queere Szene werden nicht so schnell begraben sein wie ihr Funken Kleid aus Baumwolle.