Verstorbene LGBTIQ+-Ikone Dolly Parton unterstützte trans* Chauffeur jahrzehntelang
Dolly Parton hat Jahrzehnte lang einen trans* Mann in ihrem Team unterstützt: Die verstorbene Country-Ikone hielt ihrem Chauffeur Jason Pirro über 30 Jahre die Treue. Das belegen Namensnennungen in ihrer Autobiografie von 1994, Danksagungen auf dem Album 2016 und vielen Aussagen zu ihren queeren Mitarbeitenden. In einer von Skandalen und Outings gespickten Musikwelt bleibt Partons Loyalität eine fast schon anrührende Ausnahme – und ein kleines bisschen Glitzer im tristen Klatsch-Alltag.
Das Wichtigste im Überblick
- Dolly Parton beschäftigte den trans* Mann Jason Pirro als Chauffeur und Mitarbeiter über mehr als drei Jahrzehnte.
- Bereits 1990 äußerte sich Pirro öffentlich zur Unterstützung durch Parton im US Boulevardblatt Star.
- Parton erwähnte Pirro namentlich in ihrer Autobiografie sowie 2016 bei Danksagungen zu ihrem Album "Pure & Simple".
- Die Musikerin betonte in Interviews mit The Hollywood Reporter und CNN immer wieder Respekt für die Vielfalt unter ihren Mitarbeitenden.
- Parton wird von Fans als LGBTIQ+-Ikone gefeiert, auch wegen ihrer deutlichen Haltung zu Gleichbehandlung.
Jahrzehntelang fester Platz im Showbiz-Kreis
In der Guten-Stube der Countrymusik war Jason Pirro alles andere als ein kurzlebiges Sternchen. Angeblich stieg Pirro schon spätestens 1990 bei Dolly ins Auto – und blieb es für Jahrzehnte. In Interviews der Zeitschrift Star und den transfreundlichen Newslettern jener Zeit schilderte er: „Dolly weiß alles über mich. Sie ist ein wirklich netter Mensch.“ Auch Lou Sullivan, ein trans* Autor aus den USA, dokumentierte die Zusammenarbeit zwischen Pirro und Parton in eigenen Publikationen.
Dass diese Zusammenarbeit kein PR-Gag war, lässt sich belegen. In ihrem Bestseller "Dolly: My Life and Other Unfinished Business" von 1994 spricht die Sängerin Jason Pirro und dessen Erfahrungen mit geschlechtsangleichenden Operationen unverblümt an. Spätere Danksagungen: kein Lippenbekenntnis, sondern ein erster Platz im Fahrersitz und Freundeskreis.
Echte Wertschätzung statt wortreicher PR-Offensive
Dolly Parton sprach auch dann, wenn andere sich duckten. In einem Interview mit dem Magazin "The Hollywood Reporter" erklärte sie: „Ich habe Transgender-Personen im Team. Ich kenne sie, ich liebe sie. Ich verurteile niemanden.“ Während im US Bundestaat Tennessee Gesetze trans* Personen bedrohten, blieb Partons Botschaft einfach: Menschlichkeit. Ähnlich lakonisch äußerte sie sich gegenüber CNN zu umstrittenen Toilettengesetzen. Mit subtiler Selbstironie sagte die Queen of Country sinngemäß: „Wenn ich mal muss, dann suche ich die nächste Gelegenheit.“ Ihre konsequente Haltung: Jeder und jede darf sein oder ihr Leben führen, wie es gewünscht ist.
Der nächste Schritt: Dauerhaft queere Sichtbarkeit im Musikgeschäft
Der Fall Parton und Pirro steht für etwas, das im Backstage-Gossip selten bleibt: Echte, öffentlich durchgehaltene Solidarität mit LGBTIQ+-Beschäftigten. Auch in Partons öffentlichen Statements war Diversität stets fest verankert. Was für manche Fanbasis längst Legende ist, erhält nun späte Bestätigung. Wer hier Skandale wittert, sucht vergeblich. Stattdessen bleibt: ein kleines, glitzerndes Symbol für Respekt – aus Nashville direkt ins Rampenlicht.