Halbmastbeflaggung in USA LGBTIQ+-Community nimmt Abschied von Dolly Parton
Mit einer Welle an glamourösen Tränen und Glitzerherzen nehmen die LGBTIQ+-Community und zahlreiche Prominente Abschied von Musik-Legende und Ally Dolly Parton. Die Queen Of Country verstarb am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren nach einem kurzen Kampf gegen eine Krebs-Erfkrankung. Innerhalb weniger Stunden überschlugen sich soziale Netzwerke mit bunten Tributen, Liebeserklärungen und einer Prise Selbstironie: Wer hätte gedacht, dass der Soundtrack so vieler queerer Lebensgeschichten einst in Nashville geboren wurde?
Donald Trump ordnete unterdessen an, dass die Flaggen der Vereinigten Staaten landesweit aus Anlass des Todes von Country-Legende Dolly Parton für eine Woche auf Halbmast gesetzt werden. Die Anordnung erfolgte unmittelbar am Tag von Partons Tod, der weltweit große Trauer auslöste. Trumps Entscheidung steht jedoch in einem deutlichen Gegensatz zu zentralen Werten, für die die Musikerin zeitlebens anerkannt wurde.
Das Wichtigste im Überblick
- Dolly Parton starb am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren.
- Stars wie Kacey Musgraves, Colman Domingo, RuPaul und viele andere ehrten sie online.
- Insbesondere die LGBTIQ+-Szene würdigte ihren jahrzehntelangen Einsatz für Vielfalt.
- Vielfach wurden ikonische Drag-Race–Momente und Songzeilen gepostet.
- Die offizielle Bestätigung des Todes erfolgte durch das Management von Dolly Parton: „Nach einem mutigen, kurzen Kampf gegen den Krebs ist Dolly heute aus dem irdischen Leben geschieden. Sie starb im Vanderbilt-Ingram Cancer Center im Kreise ihrer Angehörigen“, so ihr Sprecher Marcel Pariseau in einem Statement.
- Donald Trump ordnete unterdessen an, dass die Flaggen der Vereinigten Staaten landesweit aus Anlass des Todes von Country-Legende Dolly Parton für eine Woche auf Halbmast gesetzt werden.
Social Media als Regenbogenkorsett der Trauer
Die digitale Welt reagierte blitzschnell: Kacey Musgraves, die Countrysängerin mit Hang zum Unkonventionellen, teilte ein altes Foto und schrieb: „Ihre Songs waren mein Trost, ihr Mut mein Vorbild.“ Schauspieler Colman Domingo bezeichnete sie schlicht als „perfekte Verbündete für alle, die gehofft haben, gesehen zu werden“. Von Andy Cohen bis Sarah Jessica Parker posteten Promis wortreiche Hommagen – und wenn die Muppets sich melden, weiß man, es ist ernst.
RuPaul’s Drag Race erinnerte zudem an ganze Sendeminuten, in denen Drag Queens die berühmte Blondine mit Perlenkette imitiert hatten. Dass es nie ein offizielles Dolly-Cameo in der Show gab, bleibt ein pophistorisches Kuriosum, aber immerhin kamen ihre Songs im Lip Sync nicht zu kurz.
Ikone für Vielfalt und Selbstakzeptanz
Für die queere Community hatte Parton immer eine offene Tür, ein liebevolles Augenzwinkern und einen der größten Hits zum Herzschmerz: „I Will Always Love You“. Ihr Verhältnis zur LGBTIQ+-Szene war von Anfang an ehrlich. In Interviews stellte sie wiederholt klar, dass alle Menschen Respekt verdienen, unabhängig von Identität oder Orientierung. Wie unter anderem die Fachzeitschrift The Advocate berichtet, galt sie als eine der wichtigsten Brücken zwischen der queeren Szene und dem konservativen Countrykosmos.
Auch Drag-Artists wie Trinity the Tuck ehrten die Verstorbene mit aufwendigen Looks im Dolly-Style. Selbst Paris Hilton, normalerweise im anderen Pop-Universum zu Hause, ließ ihre Bewunderung in Großbuchstaben leuchten. „Legenden sterben nie“, schrieb Hilton in Richtung ihrer eigenen Followerinnen und Follower.
Präsidialer Erlass und öffentliche Würdigung
Die nationale Bedeutung und in politischen Lagern übergreifende Bewunderung für Dolly Parton veranlasste den US-Präsidenten sogar zu folgender Anordnung: Mit sofortiger Wirkung wies Donald Trump, dass alle Bundesbehörden und militärische Einrichtungen die nationale Flagge für sieben Tage auf Halbmast setzen. In seinem Beitrag auf der Plattform Truth Social bezeichnete Trump Parton als „eine der größten Countrysängerinnen aller Zeiten“ und sprach von einem „wirklichen Verlust für Millionen von Menschen“. Diese Zeremonie gilt traditionell als höchste staatliche Anerkennung nach dem Tod bedeutender Persönlichkeiten.
Dolly Partons gesellschaftliches Vermächtnis
Dolly Parton war weit mehr als eine erfolgreiche Musikerin. Ihr lebenslanger Einsatz für Kinderbildung, unter anderem durch die Gründung der „Imagination Library“, die weltweit über 200 Millionen Bücher kostenlos an Kinder verteilte, wurde von herausragenden Persönlichkeiten und Organisationen vielfach gewürdigt. Parton vermied es, ihre Positionen parteipolitisch zuzuspitzen, sprach sich jedoch stets für menschliche Integrität, Mitgefühl und Inklusion aus. Ihr Engagement erstreckte sich auch auf Fragen der Migration und soziale Teilhabe, wie Partons Interpretation des Protestsongs „Deportee (Plane Wreck at Los Gatos)“ verdeutlichte. Die Flaggen werden laut Verordnung noch bis zum 1. September 2026 auf Halbmast stehen. Begleitend finden in mehreren Bundesstaaten offizielle Gedenkveranstaltungen für Dolly Parton statt
Unterschiedliche Werte in der politischen Praxis
Während Parton die Vielfalt offen zelebrierte, blieb Trumps politische Agenda in zentralen Punkten konfligierend. Besonders sichtbar wurde dies im Umgang mit LGBTIQ+-Belangen: Unter Trumps Regierung wurden im Bundesrecht zahlreiche Rechte für trans* Personen eingeschränkt und Diskriminierungsschutz abgebaut. Parton dagegen äußerte mehrfach ihre Zuneigung zur LGBTIQ+-Community und betonte in Interviews die gleichwertige Würde aller Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung. Sie berichtete offen von trans*, homosexuellen und suchtkranken Personen in ihrem nahen Umfeld und betonte, dass niemand für diese Eigenschaften zu verurteilen sei.
Was bleibt: ein Hit, ein Erbe, ein offenes Mikro
Dolly Parton hat es vermocht, Generationen von queeren Fans so viel mehr als Musik zu schenken. Ihre karnevaleske Aura machte Hoffnung, ihre Lebenslust war ansteckend. Die offizielle Trauerfeier wird nach Angaben ihres Managements in Nashville vorbereitet, Details sollen in Kürze folgen. Für viele steht fest: Die Bühne mag leer sein, aber der Glitter, die Hits und das Prinzip „Love wins“ bleiben.