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Queere Axtmörderin Trailer zu "Monster" über Lizzie Borden schockiert

Von kw - 25.08.2026 - 16:00 Uhr
Trailer zu Monster über Lizzie Borden
Foto: © Netflix
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Netflix hat den ersten vollständigen Trailer zu "Monster: The Lizzie Borden Story" veröffentlicht. Die vierte Staffel der True‑Crime‑Anthologie von Ryan Murphy und Ian Brennan erzählt erstmals die Geschichte eines weiblichen „Monsters“ – und zwar der queeren Axtmörderin Lizzie Borden, dargestellt von Ella Beatty. Die Mini‑Serie startet am 17. September 2026 mit acht Episoden exklusiv auf Netflix. 

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Netflix startet am 17. September 2026 die vierte Staffel der True-Crime-Reihe „Monster“ mit acht Episoden über Lizzie Borden, gespielt von Ella Beatty.
  • Im Mittelpunkt steht der historische Doppelmord von 1892, für den Borden freigesprochen wurde und dessen genaue Umstände bis heute Rätsel aufgeben.
  • Die Serie verbindet den Kriminalfall mit Fiktion, Horror und psychologischem Drama und thematisiert Unterdrückung, Macht, Gewalt, Geschlecht und sexuelles Verlangen.
  • Eine besondere Rolle spielt die fiktionalisierte Beziehung zwischen Lizzie und ihrem Hausmädchen Maggie (Vicky Krieps), die Raum für queere Interpretationen eröffnet – historische Belege für eine sexuelle Beziehung gibt es allerdings nicht.
  • Der Trailer verspricht ein visuell intensives und blutiges Spektakel mit Charlie Hunnam, Rebecca Hall und Sarah Paulson, das Lizzie Borden nicht nur als Mörderin, sondern als komplexe Symbolfigur neu interpretieren will.

 

 

In einer cineastisch aufgeladenen Szene zeigt der schockierende Trailer eine junge Frau, erst hypnotisch im Garten ruhend, dann blutüberströmt mit Axt im Anschlag – ein Tableau, das unmittelbar in eine Abwärtsspirale aus Unterdrückung, Machtfantasie und Gewalt führt. Die Beziehung zwischen Lizzie und ihrem Hausmädchen Maggie (Vicky Krieps) wirkt wie ein emotionaler Funke, der das Unaussprechliche entfacht. Im Trailer sagt Lizzie: „Lass mich den ersten Schlag führen.“

 

Fakten vs Fiktion

Charlie Hunnam kehrt zurück in die Serie – diesmal als Andrew Borden, Lizzie Bordens Vater, während Rebecca Hall die Rolle der Stiefmutter Abby übernimmt. Die Besetzung vervollständigen Billie Lourd, Jessica Barden und Sarah Paulson, die als Aileen Wuornos eine Anspielung auf spätere feministische Verbrechen darstellt. 

Historisch basiert der Dramafall auf dem Doppelmord von 1892 in Fall River, Massachusetts. Lizzie Borden, damals 32 Jahre alt, wurde freigesprochen – der Tatablauf blieb unklar und faszinierte fortan Populärkultur und feuerte Spekulationen an. "Monster" interpretiert diesen Nährboden nun neu, indem Fiktion und historische Figuren zu einer intensiv überhöhten Mythologie verbunden werden.

Dabei entsteht ein typischer Ryan-Murphy-Effekt: Die Serie nutzt nicht nur eine bekannte Kriminalgeschichte, sondern transportiert sie in ein visuelles Vokabular, das Trauma, Macht, Geschlecht und sexuelles Verlangen verschränkt. Für queere Zuschauerinnen und Zuschauer kann die Darstellung des innenliegenden Widerstands gegen eine rigide Gesellschaft besonders spannend sein – auch wenn es keine historischen Belege für Lizzie Bordens sexuelle Orientierung gibt, öffnet die fiktionale Dynamik mit Maggie einen Raum für queere Lesarten. 

 

Fiebertraum und Spektakel

Der Trailer wirkt wie ein Fiebertraum: Es ist weniger ein periodisches Krimidrama, als eine psychologische Mitfahrt in die schwarzen Abgründe einer Frau, die zwischen Unterordnung und gewaltsamer Emanzipation zerrieben wird. Der haptische Einsatz von Blut – mal eingesprüht, mal aus Pyros herausgeschossen – macht den Akt der Gewalt zur Spur, die auf der Haut klebt und nicht verschwindet. 

Visuell und narrativ steht „Monster“ für ein modernes Horror‑Kino, das nicht allein schockiert, sondern auch durch atmosphärisch dichten Ausdruck überzeugt. Es fordert heraus, das ikonische Bild der geistesgestörten Axtmörderin neu zu sehen – nicht nur als Verbrechen, sondern als Symbol, als psychohistorische Figur. 

Der finale Schnitt führt zurück zur Erwartung: Die neue Staffel setzt am 17. September an. Der Trailer allein schafft schon Verlangen nach mehr – danach bleibt die Frage, ob die Serie den hohen visuellen und emotionalen Standard hält, den sie verspricht.

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