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Serie setzt Zeichen in Mexiko
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Serie setzt Zeichen in Mexiko Schwule Liebe in „No One Will Miss Us“

ms - 19.08.2026 - 15:30 Uhr
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Alejandro Puente (32) hat mit der Serie „No One Will Miss Us“ („Nadie Nos Va a Extrañar“) seinen großen Durchbruch geschafft. In der Amazon-Prime-Produktion spielt der mexikanische Schauspieler den schwulen Jugendlichen Rafa, der sich während seiner Highschool-Zeit verliebt. Die zweite Staffel ist inzwischen verfügbar und stößt in Mexiko erneut auf viel Zuspruch – und ist so ganz nebenbei ein wichtiges Symbol für mehr schwule Selbstakzeptanz. 

Wichtigste im Überblick

  • Alejandro Puente wurde durch die Prime-Video-Serie „No One Will Miss Us“ bekannt.
  • Er spielt Rafa, einen schwulen Jugendlichen, der sich während der Highschool verliebt.
  • Die zweite Staffel der Serie ist inzwischen verfügbar und wird in Mexiko für ihre homosexuelle Darstellung gelobt.
  • Puente sieht die Produktion als wichtigen Schritt für die Darstellung von LGBTIQ+-Beziehungen in Lateinamerika.
  • Der schwule Schauspieler ist zudem an einer noch unbetitelten LGBTIQ+-Netflix-Serie beteiligt.

Meilenstein in Mexiko

Vor allem die Darstellung von Rafas Weg, seine Sexualität zu akzeptieren und eine schwule Beziehung in jungen Jahren zu erleben, findet beim Publikum inzwischen viel Anklang. Puente sieht darin eine Entwicklung für das mexikanische Fernsehen und einen Meilenstein für TV-Produktionen im Land: „Es ist das erste Mal im mexikanischen Fernsehen, dass ein schwules Paar als ganz normales Paar dargestellt wird – auf eine sehr liebevolle und undramatische Weise. Das ist ein großer Schritt für das mexikanische Fernsehen. Es ist an der Zeit, dass wir Geschichten über die homosexuelle und queere Gemeinschaft erzählen. Wir müssen nicht in jeder Hinsicht ausgegrenzt werden“, so Puente.

Vergleiche mit „Heartstopper“

„No One Will Miss Us“ gehört zu einer internationalen Reihe erfolgreicher Serien, die sich mit homosexuellen und queeren Jugendlichen und deren Alltag beschäftigen. Dazu zählen unter anderem „Heartstopper“, „Élite“, „Young Royals“ und „Sex Education“. Puente selbst zieht einen direkten Vergleich zu der britischen Erfolgsserie „Heartstopper“, die in diesem Sommer ihr Ende gefunden hat: „Wir sind das Heartstopper Lateinamerikas! Jeder liebt diese Figuren. Wir sind so glücklich, sie darstellen zu dürfen. Ich liebe sie so sehr. Jetzt habe ich eine Verantwortung für diese Figuren! Jüngere Generationen können sich mit ihnen identifizieren, weil sie für reine Liebe stehen. Die Beziehung, die sie haben, ist wunderschön.“

Für den schwulen Puente liegt die besondere Bedeutung der Serie darin, dass sie jungen Menschen Erfahrungen vermitteln kann, die ihm selbst früher gefehlt haben. „Ich hatte nicht die Serie, die ich jetzt mache, und ich wünschte, ich hätte früher etwas Vergleichbares gehabt. Menschen dabei zu begleiten, wie sie erwachsen werden und lernen, sich selbst zu verstehen, ist großartig. Wir ebnen einer neuen Generation den Weg. Wir sind hier und wir lieben euch! Wir sind bereit, dass ihr in diese Welt kommt.“

Weitere Serie für Netflix

Puente will nach dem Erfolg von „No One Will Miss Us“ weitere queere Geschichten erzählen. Der Schauspieler arbeitet derzeit auch an einer noch unbetitelten Netflix-Serie, die ein internationales LGBTIQ+-Publikum erreichen soll. Bei Begegnungen mit Fans habe er zudem festgestellt, dass solche Geschichten nicht nur für junge Menschen wichtig seien. Auch Eltern würden sich mit den Erfahrungen ihrer Kinder auseinandersetzen.  „Nachdem ich einige Fans getroffen habe, wurde mir klar, dass die Eltern der Kinder genauso wichtig sind wie die Kinder selbst. Auch sie lernen etwas darüber, wie es ist, in Mexiko ein junger queerer Mensch zu sein! Das ist der Grund, warum ich tue, was ich tue. Ich bin Schauspieler für meine Generation und erzähle die Geschichten, die erzählt werden müssen.“

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