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Empörung um Zwangs-Outing Trans* Schwester von Eiskunstlauf-Star Alysa Liu im Fokus

Von ms - 10.08.2026 - 11:00 Uhr
Empörung um Zwangs-Outing
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Große Aufregung in den USA: Eine 16-Jährige ist ins Visier eines rechten US-Mediums geraten, nachdem Reduxx sie als trans* identifiziert und öffentlich gemacht hat. Bei der Jugendlichen handelt es sich um die Schwester der bekannten olympischen Eiskunstläuferin Alysa Liu.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die 16-jährige Schwester der olympischen Eiskunstläuferin Alysa Liu wurde von der Nachrichtenseite Reduxx als trans* geoutet.
  • Das Medium veröffentlichte neben ihrem Namen weitere persönliche Angaben über die Minderjährige.
  • Dazu gehörten unter anderem der Name ihrer Highschool, mutmaßliche Sportergebnisse, frühere Wettkampforte und Fotos.
  • Alysa Liu hat sich bislang nicht direkt zu dem Bericht geäußert, in der Vergangenheit aber wiederholt LGBTIQ+-Rechte unterstützt.
  • Der Vorfall fällt in eine zunehmend schärfer geführte Debatte über die Teilnahme von trans* Menschen am Frauensport.

Minderjährige wird zum Ziel

Das Medium veröffentlichte einen Artikel mit der Überschrift „Bruder einer olympischen Eiskunstläuferin sammelt heimlich Siege im Mädchensport“. Die Überschrift bezeichnet Lius Schwester Jaylin Liu dabei als Jungen und nennt auch ihren früheren männlichen Vornamen. Der Name der Jugendlichen war zuvor nicht einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Nach Angaben des Berichts tritt Lius Schwester an ihrer Highschool in mehreren Frauensportmannschaften an. Reduxx veröffentlichte neben ihrem Namen auch weitere Angaben über die Minderjährige. Dazu gehörten der Name ihrer Highschool, mutmaßliche sportliche Ergebnisse und Orte, an denen sie zuvor an Wettkämpfen teilgenommen hatte. Zudem wurden Fotos von ihr veröffentlicht. Andere mutmaßlich minderjährige Personen auf den Bildern wurden unkenntlich gemacht. Das Medium bezeichnet sich selbst als „pro-Frau, pro-Kind“. Zugleich verbreitete es damit persönliche Informationen über eine Minderjährige im Internet.

Öffentliches Profil, kein Outing

Die Schwester der Olympionikin scheint zwar über öffentlich zugängliche Profile in sozialen Netzwerken zu verfügen. Dennoch wird zwischen einem offenen Umgang mit der eigenen Identität im persönlichen Umfeld und einer gezielten Veröffentlichung persönlicher Informationen durch ein konservatives Medium unterschieden. Im konkreten Fall wurden Name, Bild und Informationen zum Aufenthaltsort der Jugendlichen einem deutlich größeren Publikum zugänglich gemacht. Queere Verbände in den USA sowie LGBTIQ+-Medien verurteilen diese Grenzüberschreitung ins Private daher mit scharfen Worten. Der Bericht zitiert zudem Marshi Smith, Mitgründerin der Organisation Independent Council on Women’s Sports. Sie sagte gegenüber Reduxx: „Die Familie Liu repräsentiert zwei gegensätzliche Kräfte: den Gipfel der Spitzenleistung im Frauensport und gleichzeitig eine tiefgreifende Bedrohung für die Integrität dieses Sports.“

Alysa Liu unterstützt LGBTIQ+-Rechte

Alysa Liu hat sich bislang nicht direkt zu dem Bericht über ihre Schwester geäußert. Die Olympiasiegerin hat in der Vergangenheit allerdings wiederholt Unterstützung für LGBTIQ+-Rechte gezeigt. Unter anderem trat sie gemeinsam mit offen queeren Mitgliedern des US-Teams auf. Dazu gehört Amber Glenn. Die Eiskunstläuferin hatte nach eigenen Angaben wegen ihres Einsatzes für die Rechte queerer und trans* Menschen „beängstigende“ Drohungen erhalten. Der Fall von Lius Schwester kommt inmitten einer zunehmend aufgeheizten Auseinandersetzung über trans* Menschen im Sport. Vor allem im Frauensport wird darüber gestritten, unter welchen Bedingungen trans Athletinnen an Wettbewerben teilnehmen können – zuletzt sorgten Gen-Tests im Profi-Tennis für Frauen für Debatten. 

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