Delevingne schreibt Geschichte Covershooting für den Playboy als Selbstermächtigung
Das britische Model und Schauspielerin Cara Delevingne (33) hat mit einem Auftritt auf dem Titelblatt des „Playboy“ jetzt Geschichte geschrieben. Sie ist die erste offen lesbische Frau, die auf dem gedruckten Cover des Lifestyle-Magazins erscheint.
Das Wichtigste im Überblick
- Cara Delevingne ist die erste offen lesbische Frau auf dem gedruckten Cover des „Playboy“.
- Für die Ausgabe posierte das Model nackt in einer Fotostrecke von Zoey Grossman.
- Delevingne spricht über ihre Beziehung mit Musikerin Minke und ihr Selbstverständnis als lesbische Frau.
- Zuvor hatte sich Delevingne als pansexuell bezeichnet.
- Auch Kehlani war bereits 2021 auf einem digitalen „Playboy“-Cover zu sehen.
Blütezeit als sexuelles Wesen
Für die aktuelle Ausgabe ließ sich Delevingne von Zoey Grossman für eine umfangreiche Fotostrecke fotografieren. Die begleitende Titelgeschichte verfasste Ottessa Moshfegh, Autorin des Romans „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“. Zudem trägt Delevingne als erstes Supermodel seit Kate Moss im Jahr 2014 wieder den sogenannten Bunny Suit auf einem „Playboy“-Cover. Delevingne sprach dabei auch über ihre Erfahrungen mit früheren Aufnahmen. „Ich war schon früher nackt bei Fotoshootings und in Filmen zu sehen. Aber es hat sich immer etwas unangenehm angefühlt, wenn es für jemand anderen war – natürlich war es meine Entscheidung und ich habe zugestimmt, aber es fühlte sich nie ermächtigend an“, sagte sie. „Danach fühlte ich mich nicht besonders gut. Aber heute hatte ich so viel Spaß. Ich habe mich noch nie so wohl in meinem Körper und in meiner Sexualität gefühlt. Ich habe das Gefühl, dass ich als Frau und als sexuelles Wesen gerade mehr in meiner Blütezeit bin“, sagte Delevingne weiter.
Beziehung mit Minke im Mittelpunkt
In dem Porträt spricht Delevingne auch über ihre Beziehung mit der Musikerin Minke, mit der sie seit 2022 zusammen ist. Sie bezeichnete ihre Partnerin als eine „ganz normale Person“ und gleichzeitig als „den unglaublichsten Menschen“. Und weiter: „Wir sind natürlich beste Freundinnen, Liebende und alles andere, aber ich hatte noch nie eine Beziehung wie diese und habe mich noch nie jemandem so nahe gefühlt und so sehr gesehen gefühlt“, so Delevingne.
Nachdem sie sich zuvor als pansexuell bezeichnet hatte, machte Delevingne im Mai dieses Jahres öffentlich, dass sie lesbisch ist. Die Bekanntgabe erfolgte während der LUX World Tour von Sängerin Rosalía. In einer mit Mikrofon aufgezeichneten Szene flüsterte sie es der Sängerin in deren sogenannter Beichtkabine zu. „Falls du das noch nicht weißt: Ich bin lesbisch, und meine Schwäche waren früher heterosexuelle Frauen“, sagte Delevingne zu Rosalía. „Weil sie eigentlich nicht wirklich heterosexuell waren. Ich glaube nicht, dass wirklich jemand heterosexuell ist. Darum geht es.“
Kehlani ebenfalls auf digitalem Cover
Delevingne ist die erste offen lesbische Frau auf einem gedruckten „Playboy“-Titelblatt. Bereits 2021 war jedoch die Musikerin Kehlani auf dem zweiten digitalen Cover des Magazins erschienen. In der dazugehörigen Fotoserie präsentierte sie sowohl maskuline als auch feminine Kleidung. Kehlani bezeichnet sich ebenso als lesbisch und sprach 2024 darüber, wie sie zu dieser Identität gefunden habe: „Ich war immer bisexuell, bevor ich mich als lesbisch identifiziert habe“, sagte sie in einem Podcast-Interview. „Und dann dachte ich eines Tages: ‚Wow, warum blockiert mein Kopf bei Männern?‘“
Cara Delevingne wurde 1992 in London geboren und begann ihre Karriere als Model. Sie arbeitete unter anderem für internationale Modehäuser wie Burberry, Chanel, Dior und Dolce & Gabbana und wurde mehrfach als „Model of the Year“ ausgezeichnet. Ab 2012 übernahm sie erste Schauspielrollen. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören die Literaturverfilmung „Anna Karenina“ (2012), der Jugendfilm „Margos Spuren“ (2015), der Comic-Science-Fiction-Film „Suicide Squad“ (2016) sowie der Science-Fiction-Film „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ (2017), in dem sie die Hauptrolle der Laureline übernahm. Neben ihrer Arbeit als Model und Schauspielerin engagiert sie sich öffentlich für soziale Themen und veröffentlichte 2023 ihr Debütalbum „Humanz“.