Gay-Ikone und Kult-Regisseur Kylie Minogue und Quentin Tarantino drehen gemeinsamen Film
Jamie Adams hat in Wales mit dem Dreh seines neuen Spielfilms begonnen, und für Aufsehen sorgt die Besetzung: Zum ersten Mal stehen Quentin Tarantino und Kylie Minogue gemeinsam vor der Kamera. Ein am Set in Cardiff aufgenommenes Foto, bestätigt durch lokale Nachrichtenportale, zeigt das unkonventionelle Duo mitten in den Dreharbeiten für "Tangled Up In Blue". Diese überraschende Kombination verspricht Spannung in der internationalen Filmlandschaft – und eröffnet Fragen nach Adams’ künstlerischer Vision zwischen Independent-Flair und Pop-Ikone.
Das Wichtigste im Überblick
- Quentin Tarantino und Kylie Minogue spielen unter Jamie Adams’ Regie in Wales.
- Die Dreharbeiten laufen aktuell, der Film wird "Tangled Up In Blue" heißen.
- Minogue und Tarantino wurden in einem Restaurant in der walisischen Stadt Porthcawl gesichtet, wo sie Berichten zufolge mehrere Szenen drehten.
- Tarantino arbeitet parallel an seinem ersten West-End-Theaterstück für 2027.
- Wie „Variety“ bestätigt, sind außerdem Jason Isaacs, Allison Williams, Sofia Boutella und RZA in dem Film zu sehen, dazu die walisischen Schauspieler Julian Lewis Jones, Craig Russell, Siwan Morris und Karen Paullada.

Star-Ensemble zwischen Bühnenambition und Leinwandexperiment
Während Quentin Tarantino üblicherweise als Regisseur mit Hang zum Kultfilm auftritt, wechselt er hier die Seiten und schlüpft unter Jamie Adams als Schauspieler vor die Kamera. Adams’ Auswahl lässt vermuten, dass er das britische und internationale Filmklima aufmischen will: Mit Gay-Ikone Kylie Minogue und Tarantino treffen zwei Stars aus völlig unterschiedlichen Sphären aufeinander. Die Sängerin bringt ihre Erfahrung aus Produktionen wie „Moulin Rouge!“ und „San Andreas“ ein, Tarantino dagegen testet als Filmfigur Neuland. Nicht zuletzt dürfte auch die Location – das traditionsreiche Cardiff – dem Projekt ein unverkennbares Flair verleihen.
Tarantinos Theater-Ambitionen und ihr Einfluss auf den Film
Gleichzeitig arbeitet Quentin Tarantino an seinem ersten großen Theaterstück „The Popinjay Cavalier“, das 2027 im Londoner West End Premiere feiern soll. Laut der Produktionsbeschreibung wird das Stück als schwungvolle Komödie im Europa des 19. Jahrhunderts angekündigt. Tarantino kündigte dieses Engagement bereits im vergangenen Jahr an und bezeichnete die Theaterarbeit als eine der nächsten großen Etappen seiner Karriere:
„Das Stück ist geschrieben. Es ist absolut das Nächste, was ich machen werde. Wir fangen im Januar damit an... Es wird wahrscheinlich anderthalb bis zwei Jahre meines Lebens in Anspruch nehmen.“
Diese Parallelität zwischen Filmdreh und Bühnenarbeit ist im internationalen Filmbusiness ungewöhnlich – deutet allerdings auf eine enorme kreative Bandbreite hin, die Tarantino auslebt. Zugleich macht es das Filmset in Cardiff zu einem Treffpunkt von Kunst, Pop-Ikone und Kultstatus.
Hinter dem Projekt: Jamie Adams und seine Handschrift
Jamie Adams, der sich spätestens mit Produktionen wie „Only What We Carry“ einen Namen im Independent-Kino gemacht hat, setzt damit erneut auf überraschende Besetzungen und spontane Atmosphären im Drehprozess. Die Entscheidung, Tarantino und Minogue gemeinsam zu besetzen, signalisiert einen bewussten Bruch mit Erwartungen und Genres. Für Kylie Minogue bedeutet dies eine Rückkehr ins Filmgeschäft, nachdem sie zuletzt mit Musik und Dokumentarauftritten Schlagzeilen machte. Für Tarantino wiederum ist die Schauspielrolle ein seltener, eigensinniger Ausflug – zumal er als Filmemacher bislang fast ausschließlich hinter der Kamera agierte und ansonsten nur durch Cameos in eigenen Werken bekannt ist.
Mit seinem neuen Film in Wales steuert Jamie Adams die Filmwelt direkt auf eine außergewöhnliche Begegnung zu. Dass der Regisseur dabei auf eine mutige Mischung von Leinwandgrößen setzt, deutet auf einen cineastisch eigenwilligen Ansatz hin, der mindestens so spannend ist wie das fertige Werk selbst. Ob dieses Experiment überzeugt, wird sich spätestens mit den ersten Trailern zeigen – bis dahin bleibt das Set in Cardiff ein inspirierendes Rätsel.