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Der Oberbürgermeister heiratet Community in Nordrhein-Westfalen feiert schwulen Lokalpolitiker

Von ms - 29.06.2026 - 13:00 Uhr
Bürgermeister heiratet Lebenspartner
Foto: IMAGO / Funke Foto Services
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Der SPD-Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Marc Herter (52), hat seinen Lebensgefährten Sascha Ramsel (37) geheiratet. Die Trauung sowie die anschließende Feier fanden im privaten Rahmen statt und waren auf einen vergleichsweise engen Kreis beschränkt. Die queere Community in Nordrhein-Westfalen freut sich mit und feiert den Ehrentag in der Region als besonders positive Signalwirkung für LGBTIQ+. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Hammer Oberbürgermeister Marc Herter hat seinen Lebensgefährten Sascha Ramsel geheiratet
  • An der Feier nahmen rund 150 Gäste teil
  • Die Hochzeit fand im privaten Rahmen statt
  • Queere Community aus NRW freut sich über positive Signalwirkung
  • Eingeladen waren unter anderem Familie, Freunde und Wegbegleiter
  • Herter ist seit 2020 Oberbürgermeister der Stadt Hamm

Herter gibt seinem Lebenspartner das Ja-Wort

Herters Ehemann Sascha Ramsel arbeitet als Biologie- und Latein-Lehrer am Gymnasium Hammonense, das Paar lebt im Stadtbezirk Uentrop und sind seit vielen Jahren bereits zusammen. Nach Angaben aus dem Umfeld des Stadtoberhaupts waren rund 150 Gäste bei der Veranstaltung anwesend. Unter ihnen befanden sich demnach Familienangehörige, enge Freunde sowie Wegbegleiter aus dem politischen und persönlichen Umfeld des Oberbürgermeisters. Der Traugottesdienst fand in der Pfarrkirche St. Antonius von Padua statt. Mehrere Karnevalsvereine der Region standen Spalier. Die Feier selbst blieb bewusst abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Weitere Details zum Ablauf oder zum Ort der Zeremonie wurden nicht bekannt gegeben.

Politisch verwurzelt in  NRW

Marc Herter steht seit 2020 an der Spitze der Stadt Hamm mit seinen rund 180.000 Einwohnern. Zuvor war er von 2010 bis 2020 Abgeordneter im Landtag von Nordrhein-Westfalen, zuletzt als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Vor seinem Einzug in den Landtag war er rund zwei Jahre in einem Chemieunternehmen im nördlichen Ruhrgebiet tätig. Dort arbeitete er nach eigenen Angaben im Bereich Flächenentwicklung und -vermarktung. Herter ist seit 1991 Mitglied der SPD. Bereits früh engagierte er sich in der Parteijugend und wurde 1993 Vorsitzender der Jusos in Hamm. Später leitete er von 2000 bis 2004 den neu gegründeten Landesverband der NRW-Jusos und war an der organisatorischen Zusammenführung der Bezirke beteiligt. Kommunalpolitisch war Herter von 1994 bis 2014 Mitglied im Rat der Stadt Hamm, davon ab 2001 als Fraktionsvorsitzender der SPD. 

In dieser Zeit übernahm er auch Ausschuss- und Aufsichtsratsfunktionen, unter anderem im Bereich Stadtentwicklung, Verkehr und Stadtwerke. Zudem vertrat er die Stadt Hamm im Regionalrat der Bezirksregierung Arnsberg. Zu seinen politischen Schwerpunkten zählen Finanz- und Haushaltspolitik, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Bei der Kommunalwahl 2020 trat Herter als Oberbürgermeisterkandidat in Hamm an und erreichte in der Stichwahl rund 64 Prozent der Stimmen. 2025 wurde er im Amt bestätigt. 

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