Direkt zum Inhalt

Hunderte Nackte für LGBTIQ+ Spencer Tunick plant Zeichen für Vielfalt und Sichtbarkeit

Von ms - 15.06.2026 - 14:00 Uhr
Hunderte Nackte für LGBTIQ+
Foto: IMAGO / Newscom / El Pais
ANZEIGE
Loading audio player...

Gran Canaria wird im Sommer 2026 zum Schauplatz einer groß angelegten Kunstaktion rund um Vielfalt, Menschenrechte und LGBTIQ+-Sichtbarkeit. Mit dabei einmal mehr, wie typisch für den Künstler, viele nackte Menschen. Der international bekannte US-amerikanische Fotograf und Künstler Spencer Tunick wurde beauftragt, im Rahmen des Festivals „Culture & Business Pride 2026“ eine neue Installation zu realisieren.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der New Yorker Künstler Spencer Tunick wurde für eine neue Kunstinstallation auf Gran Canaria engagiert.
  • Das Projekt trägt den Titel „Gran Spectrum“ und ist Teil des Festivals „Culture & Business Pride 2026“.
  • Hunderte Menschen sollen an der groß angelegten Aktion teilnehmen.
  • Die Installation orientiert sich an den Farben und Werten der LGBTIQ+-Flaggen.
  • Ziel ist ein internationales Signal für Freiheit, Gleichheit, Respekt und Sichtbarkeit.
  • Tunick zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Fotografen und ist für seine großformatigen Aktinstallationen bekannt.

Fokus auf Sichtbarkeit

Das Projekt mit dem Titel „Gran Spectrum“ soll am 26. Juli stattfinden und Hunderte Menschen in einer groß angelegten kollektiven Komposition zusammenbringen. Nach Angaben der Organisatoren soll damit eine starke internationale Botschaft für Freiheit, Gleichheit, Respekt, Zusammenleben und Sichtbarkeit vermittelt werden. Die Aktion findet vor dem Hintergrund zunehmender Debatten über die Rechte und öffentliche Wahrnehmung von LGBTIQ+-Menschen in verschiedenen Teilen der Welt statt.

Tunick gilt als einer der bekanntesten Vertreter zeitgenössischer Fotokunst. Weltweit bekannt wurde er durch großformatige Installationen mit nackten Teilnehmerinnen und Teilnehmern im öffentlichen Raum. Für das Projekt auf Gran Canaria sollen Mitglieder der LGBTIQ+-Community, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie weitere Interessierte gemeinsam an einer großflächigen Inszenierung teilnehmen. Die Installation soll nach Angaben der Veranstalter auf die wachsenden Gegenbewegungen aufmerksam machen, die sich weltweit gegen die Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Menschen und deren Rechte richten. Als gestalterische Grundlage dienen die Farben und Werte der LGBTIQ+-Flaggen. Der menschliche Körper soll dabei als Ausdruck von Identität, Freiheit, Gleichheit und friedlichem Protest eingesetzt werden. Nach Angaben der Organisatoren handelt es sich nicht lediglich um eine symbolische Darstellung. Vielmehr sei die Arbeit als gemeinschaftlicher und physischer Ausdruck von Sichtbarkeit, Vielfalt und öffentlicher Präsenz konzipiert.

Körper, öffentlicher Raum und Identität

Die Beziehung zwischen Körper, öffentlichem Raum und kollektiver Identität steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt von Tunicks künstlerischem Schaffen. Charakteristisch für seine Arbeiten ist die bewusste Auflösung äußerer Merkmale wie sozialer Status, Beruf, Geschlecht oder gesellschaftliche Herkunft. Dadurch entstehen temporäre menschliche Landschaften, in denen Individuen Teil einer größeren gemeinsamen Form werden.  Der 1967 in New York geborene Künstler hat bereits in mehr als 100 Städten weltweit Installationen umgesetzt. Besonders bekannt wurde eine Arbeit in Mexiko-Stadt, bei der mehr als 18.000 Menschen an einer Gruppeninstallation teilnahmen. Sie gilt als eine der größten Aktkunstaktionen der Welt.

Erfolgreiche Projekte in aller Welt

Zu den jüngsten Arbeiten des Künstlers zählt eine Installation anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Brauerei Cervezas Alhambra im September 2025. Damals beteiligten sich mehr als 800 Freiwillige aus unterschiedlichen Regionen Spaniens sowie aus über 25 Ländern Europas und Amerikas. Die Teilnehmer posierten nackt und waren mit einer eigens für das Projekt entwickelten grünen Körperfarbe bemalt. Mit „Gran Spectrum“ soll nun eines der bislang größten LGBTIQ+-bezogenen Kunstprojekte auf den Kanarischen Inseln entstehen. Die Organisatoren erwarten internationale Aufmerksamkeit für die Aktion und deren Botschaft von Vielfalt, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

DER STANDARDRegenbogenbank in Berliner Tiergarten nach CSD-Anschlag erneut beschädigttazTürkisches Nachrichtenportal gesperrt: Türkei immer abgehängterDie PresseBei aller Liebe, keinen Sex bitte: Mareike Fallwickls neuer Roman [premium]Frankfurter Allgemeine Zeitung„LGBT-Propaganda“: Warum die Türkei wirklich gegen ein renommiertes Onlineportal vorgehtAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie sollte das Abstammungsrecht für Regenbogenfamilien geregelt werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Grant Knoche zieht blank

„Stripped“ legt alles offen

US-Popstar Grant Knoche legt im neuen Video zu „Stripped“ Schicht für Schicht seine Kleidung ab und thematisiert Sexualität, Körperbild und Identität.
Kylie feiert „Fever“

Popklassiker wird 25

Kylie Minogue feiert 25 Jahre „Fever“ mit einer besonderen Jubiläumsausgabe, Raritäten und einer neuen Vinyl ihres Welthits.
Debatte über Russell T Davies

Neue Liebe mit jungem Mann

Russell T Davies spricht über seinen 36 Jahre jüngeren Freund Oliver Cole und darüber, wie eine neue Liebe neben der Trauer bestehen kann.
Troye Sivans Dating-Tipps

Gesprächsmuffel schrecken ihn ab

Popstar Troye Sivan spricht über Red Flags beim Flirten, Dating-Spielchen und verrät, wie er bei einem Date zu Hause für die richtige Stimmung sorgt.
Lil Nas X meldet sich zurück

Neue Musik nach Behandlung

Lil Nas X veröffentlicht die neue Single „World’s Greatest“ – begleitet von einer bewegenden Sprachnachricht seiner verstorbenen Mutter.
Kritik an Bob the Drag Queen

Grindr-Fotos sorgen für Spott

Bob the Drag Queen muss sich wegen älterer Grindr-Fotos Kritik anhören – und erzählt von einem Date, das im Streit endete.
Heimliche Hochzeit enthüllt

Bush und Harris verheiratet

Sophia Bush und Ashlyn Harris haben bereits 2025 heimlich geheiratet. Nun erzählten sie erstmals von ihrer Hochzeit im kleinen Kreis.
Kaulitz-Brüder fehlen

Halloween ohne Tom und Bill

Tom und Bill Kaulitz verpassen Heidi Klums legendäre Halloween-Party wegen eines Tokio-Hotel-Konzerts – einen Familienstreit dementieren die Brüder.
Luke Evans fühlt sich befreit

Frank-N-Furter veränderte ihn

Luke Evans blickt auf sechs Monate als Frank-N-Furter zurück und wechselt nun vom queeren Broadway direkt in den düsteren Politthriller „The Party“.