Ranking zu LGBTIQ+-Rechten Kluft zwischen US-Bundesstaaten wächst
Ein neue Studie hat die US-Bundesstaaten benannt, in denen das Leben für LGBTIQ+-Menschen nach Einschätzung der Autoren besonders schwierig ist. Zugleich warnt die Untersuchung davor, dass sich die Bedingungen in den am schlechtesten bewerteten Staaten von Jahr zu Jahr weiter verschlechtern.
Das Wichtigste im Überblick
- Der „State LGBTQ+ Business Climate Index“ hat die aus Sicht der Autoren schwierigsten US-Bundesstaaten für LGBTQI+-Menschen ermittelt.
- Arkansas, Tennessee, Idaho, South Carolina und Florida belegen die letzten Plätze im Ranking.
- Der Index verzeichnet das vierte Jahr in Folge einen landesweiten Rückgang der Unterstützung für LGBTIQ+-Menschen.
- Die Unterschiede zwischen LGBTIQ+-freundlichen und LGBTIQ+-feindlichen Bundesstaaten haben laut Bericht ein Rekordniveau erreicht.
- Massachusetts, New York, Connecticut, New Jersey und Illinois zählen zu den bestplatzierten Bundesstaaten.
Bewertung in fünf Kategorien
Die Ergebnisse stammen aus dem achten jährlichen „State LGBTQ+ Business Climate Index“. Die Studie untersucht, wie inklusiv die einzelnen Bundesstaaten aus Sicht von Wirtschaftsführern sind. Der Index erscheint inzwischen im achten Jahr und dokumentiert bereits das vierte aufeinanderfolgende Jahr, in dem die Unterstützung für LGBTIQ+-Menschen auf nationaler Ebene zurückgeht.
Erstellt wird das Ranking von OutLeadership, einem Netzwerk, das sich für die Inklusion von LGBTIQ+-Menschen in der Unternehmenswelt einsetzt. Für die Bewertung vergibt die Organisation bis zu 100 Punkte. Berücksichtigt werden dabei fünf Bereiche: Rechtlicher Schutz, Unterstützung von Familien, politisches und religiöses Klima, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung sowie Arbeitsmarkt.
Lage verschlechtert sich
Dem Index zufolge sind Arkansas, Tennessee, Idaho, South Carolina und Florida die schwierigsten Bundesstaaten für LGBTIQ+-Amerikaner. Der Bericht stellt fest, dass die am schlechtesten platzierten Staaten Jahr für Jahr weiter zurückfallen. Gleichzeitig werde die Gruppe der Bundesstaaten im Mittelfeld der Bewertungsskala immer kleiner. Dadurch entstehe eine deutlichere Trennung zwischen den Regionen, die als besonders offen gelten, und jenen, die als besonders wenig einladend bewertet werden.
Todd Sears, Geschäftsführer von OutLeadership, erklärte, der Abstand zwischen LGBTIQ+-freundlichen und LGBTIQ+-feindlichen Bundesstaaten habe inzwischen ein Rekordniveau erreicht und wachse weiter. Er betonte, diese Entwicklung verursache spürbare Kosten für Unternehmen, die in einem rechtlich stark zersplitterten Umfeld tätig seien. Zugleich profitierten Firmen, die bereit seien, öffentlich Position zu beziehen.
Hoffnungsvolle Bundesstaaten
Zu den am besten bewerteten Bundesstaaten zählen laut dem Index weiterhin Massachusetts, New York, Connecticut, New Jersey und Illinois. Die Studie reiht sich in eine Reihe ähnlicher Untersuchungen ein, die die Lebensbedingungen von LGBTIQ+-Menschen in den Vereinigten Staaten analysieren. Solche Indizes werden regelmäßig überarbeitet und jährlich aktualisiert, um politische und gesellschaftliche Entwicklungen in den einzelnen Bundesstaaten abzubilden.