Regisseur dementiert KI-Vorwürfe gegenüber RuPauls Drag-Fim „Stop! That! Train!“
Am Wochenende brachten heftige Spekulationen rund um den kommenden Drag-Komödie-Film „Stop! That! Train!“ die LGBTIQ+-Filmwelt zum Brodeln. Regisseur Adam Shankman stellte sich entschieden gegen Gerüchte, der Streifen würde auf voll generierte KI-Effekte setzen. Inmitten wachsender Branchenangst um künstliche Intelligenz im Entertainment betonte er, dass sämtliche visuellen Effekte des Films von Menschenhand entstanden und kein einziges Bild von KI geschaffen wurde.
Das Wichtigste im Überblick
- Regisseur Adam Shankman wies am 2. Juni 2026 auf Instagram alle KI-Vorwürfe bezüglich „Stop! That! Train!“ öffentlich zurück.
- Die visuelle Postproduktion wurde von Acme AI FX durchgeführt, es fand jedoch laut Produktion kein Einsatz von generativer KI in Filmszenen statt.
- Die Debatte entflammte nach einer viel beachteten Ein-Stern-Kritik auf Letterboxd und verbreitete sich über Social Media.
- „Stop! That! Train!“ mit RuPaul läuft ab 12. Juli 2026 in den Kinos und ist der erste große Drag-Race-Kinofilm von World of Wonder.
Hinter den Kulissen: Handarbeit statt Algorithmus
Als das Gerücht via Social Media Kreise zog, Acme AI – ein Unternehmen, das für seine Arbeit mit KI-basierten Prozessen bekannt ist – habe auch an diesem Werk als VFX-Partner mitgewirkt, sorgte das in Drag-Fankreisen schnell für Protest und Boykottaufrufe. Ein Punkt, der in der queeren Community besonders sensibel ist, da schon vergangene „Drag Race“-Produktionen für ihren unreflektierten KI-Einsatz arg kritisiert wurden. Doch Shankman stellte am Dienstag auf seinem Instagram-Kanal unmissverständlich klar: „Jede Aufnahme in ‚Stop! That! Train!‘ wurde von Menschen angefertigt.“
Er widersprach damit Aussagen, dass insbesondere Szenen mit auffälligen visuellen Effekten nach künstlicher Intelligenz aussehen würden. Stimmgewalt bekam er aus dem Cast selbst, als Schauspielerin Rachel Bloom bestätigte, sie habe die aufwändige, menschliche Produktion mit eigenen Augen erlebt. Auch aus Produktionskreisen wurde konkret bestätigt: Acme AI war ausschließlich für die digitale Umsetzung klassischer Spezialeffekte zuständig, KI kam allenfalls beim technischen Workflow, aber nie direkt in Bildinhalten auf der Leinwand zum Einsatz.
Kritische Sicht auf die Filmkunst
Insbesondere nach hochgekochten KI-Kontroversen bei der letzten „Drag Race“-Staffel hatte die Szene mit Argusaugen auf den ersten großen Drag-Kinofilm gewartet. Kritikerinnen und Kritiker berichten dennoch von einer nüchternen, fast charmanten Imperfektion visueller Effekte: Das Werk, in besonders kurzer Zeit abgedreht, versprühe den „selbstironischen Bastel-Look“, den Fans von RuPaul kennen und lieben. Die „Hollywood Reporter“ lobten die komödiantische Präzision von RuPaul sowie die Spielfreude von Stars wie Jujubee und Ginger Minj – auch wenn nicht jeder Greenscreen sitzt, so bleibe das Ergebnis vor allem eines: durch und durch menschlich.
Adam Shankman betonte: „Wir haben hunderte VFX-Artists beschäftigt, niemandem wurde der Job weggenommen. Der Film ist als Freude gemeint und wurde vollständig von Menschen geschaffen.“
Blick in die Zukunft: Premiere in Sicht
Mit seiner Stellungnahme dämpft Shankman die aktuell emotional geführte Debatte um künstliche Intelligenz im Mainstream-Kino. Die Produktion von „Stop! That! Train!“ bleibt damit ein Plädoyer für die Wertschätzung von Handwerk im Zeitalter der digitalen Möglichkeiten. Wie sich dies auf den Kinostart ab 12. Juli auswirkt, bleibt offen – klar ist jedoch: Es gibt kaum ein queerer Publikum, das die Rückkehr echter Handarbeit auf die Leinwand mehr zu würdigen weiß als das von „Drag Race“.