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Wintour und Streep

Wintour und Streep Gemeinsam auf dem Vogue-Cover, zwei Ikonen unter sich

ms - 10.04.2026 - 14:30 Uhr
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Die Mai-Ausgabe der Vogue präsentiert ein einzigartiges Cover, auf dem Anna Wintour und Meryl Streep abgebildet sind. Beide Damen, 76 Jahre alt, standen für das Fotoshooting gemeinsam vor der Kamera der renommierten Fotografin Annie Leibovitz. Ein besonderes Treffen zum Start von „Der Teufel trägt Prada 2“ im Mai

Das Wichtigste im Überblick:

  • Anna Wintour und Meryl Streep zieren das Cover der Mai-Ausgabe der Vogue, Fotoshooting von Annie Leibovitz.
  • Thema: Wintour als Inspiration für Streeps Rolle als Miranda Priestly in „Der Teufel trägt Prada“.
  • Wintour hat ihre Position als Chefredakteurin abgegeben, bleibt aber weiterhin globale Redaktionsleiterin der Vogue.
  • Streep und Wintour betonen ihre Verbundenheit und ihren Sinn für die Familie und die Enkelkinder

Vertrauen zwischen Streep und Wintour 

Meryl Streep ist mit ihrer Rolle als Modemagazin-Chefin Miranda Priestly in „Der Teufel trägt Prada“ bis heute Kult und hat einen besonderen Fanstatus gerade auch in der schwulen Community inne – das Vorbild für die Figur war dabei Anna Wintour, die ehemalige Vogue-Chefin. In einem begleitenden Gespräch zum Cover-Shooting, das von der Regisseurin der Barbie-Verfilmung, Greta Gerwig, moderiert wurde, reflektieren Wintour und Streep über ihre Karrieren und das Filmerbe von „Der Teufel trägt Prada“. 

Wintour äußert sich in dem Gespräch darüber, wie „eine große Ehre“ es für sie war, von Streep in der Rolle von Miranda Priestly dargestellt zu werden. Zugleich betonte sie jedoch, dass Priestly „weit entfernt“ von ihrer eigenen Persönlichkeit sei. „Als ich die Gerüchte gehört habe, dass es diesen neuen Film geben könnte, habe ich Meryl angerufen, um zu fragen, ob das stimmt. Ich wusste, dass sie mir sagen würde, ob es gut geht. Das Drehbuch hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gelesen, also meinte sie, sie würde mich zurückrufen. Und das hat sie getan. Sie hat das Drehbuch gelesen, mich angerufen und gesagt: ´Anna, ich glaube, es wird gut.´ Sie hat mir nicht viel über den Film verraten, aber ich habe ihr vollkommen vertraut“, so die Mode-Chefin.

Neugierig bleiben bis ins Alter 

Streep wiederum betonte, was ihr daran gefallen hat, nach zwanzig Jahren noch einmal in ihre ikonische Rolle zu schlüpfen: „Ich habe ehrlicherweise an Anna gedacht und mir versucht vorzustellen, wie es sein muss, diese Verantwortung zu tragen. Der Welt gegenüber so interessiert und neugierig zu sein, wie sie es sein muss. Ich glaube, das ist der Schlüssel zum Leben: immer wieder Neuland zu betreten, immer weiterzugehen. Gegen den Strom. Und wir sind noch lange nicht fertig. Aber das Vergnügliche an dieser Rolle ist, dass ich mich an meinen Vorbildern orientiert habe – an verschiedenen Menschen, die ich kenne, und die meisten davon sind Männer. Das hat mir auch eine gewisse Freiheit gegeben.“

Wintour ergänzt mit Blick auf den ersten Film und die Fortsetzung: „Was mir am ersten Film gefallen hat, ist, dass er gezeigt hat, wie groß das Geschäft der Mode wirklich ist. Mode ist weltweit eine wirtschaftliche Kraft – genau das hat der erste Film anerkannt. Vieles hat sich seitdem verändert. Aber ich denke, dass wir uns weiterentwickeln, statt auseinanderzufallen. Wir sind noch hier. Wir alle gehen unserer Arbeit nach – auf unterschiedliche Weise und über mehrere Plattformen hinweg. Ist das nicht wunderbar? So erreichen wir viel mehr Menschen.“

Wintour, die 1988 die Chefredaktion der US-amerikanischen Vogue übernahm, hat die Modewelt über Jahrzehnte hinweg geprägt. Im vergangenen Jahr gab sie offiziell ihren Posten als Chefredakteurin ab, bleibt jedoch als globale Redaktionsleiterin weiterhin eng mit der Marke verbunden. Ihre ikonische Erscheinung – dunkle Sonnenbrille, akkurater Bob und maßgeschneiderte Haute-Couture-Kleider – hat sie selbst zu einer Markenfigur gemacht.

Politik und Familie 

Gerwig erklärt anschließend weiter, dass die beiden Damen nicht nur im gleichen Alter sind, sondern beide auch inzwischen Großmütter sind – da könne es schon mitunter schwierig sein, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen: „Man nimmt sich jede Sekunde, die man bekommt. Alles, was geht. Im Wissen, wie flüchtig alles ist und wie schnell die Zeit vergeht. Das hat meine Mutter schon zu mir gesagt und ich dachte mir nur: ´Ja, ja.´ Es ist die längste, kürzeste Zeit. Und man bekommt nichts davon zurück. Also nimm so viel davon, wie du kannst … Ich finde das wunderbar. Ich habe sechs Enkelkinder – alle unter sieben.“ 

Wintour erwidert dazu: „Ich habe nicht so viele wie Meryl. Ich habe nur vier – und vier Stiefenkelkinder, die bei uns groß geworden sind. Mutter zu sein, wenn man solche Jobs hat wie wir – dafür muss man sich bewusst die Zeit nehmen. Ich war darin sehr konsequent: bei den Spielen dabei zu sein, Elternabende zu besuchen, da zu sein, wenn es wichtig war. Ich hatte immer das Gefühl, dass Vogue warten kann – und dass es in Ordnung ist, eine beschäftigte Mutter zu sein. Man findet immer einen Weg.“

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