Direkt zum Inhalt
Christian Anders kündigt Plagiatsklage gegen Rihanna an
ANZEIGE

"Lift Me Up" sein Schlager? Christian Anders kündigt Plagiatsklage gegen Rihanna an

kw - 01.04.2026 - 19:00 Uhr
Loading audio player...

Der Schlagersänger Christian Anders hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen den Megastar Rihanna sowie die Produzenten ihres Hits „Lift Me Up“ einzuleiten. Anders behauptet, dass zentrale Passagen des international erfolgreichen Songs aus dem Jahr 2022 auffällige Übereinstimmungen mit seinem eigenen Titel „Sechs Uhr früh in den Straßen“ von 1972 aufweisen. Im Raum steht eine potentielle Schadensersatzforderung von bis zu 50 Millionen Euro. Dieser ungewöhnliche Vorwurf wirft erneut ein kritisches Licht auf den Umgang der Musikindustrie mit Urheberrechten und erinnert an prominente Plagiatsprozesse der vergangenen Jahre.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Christian Anders sieht in Rihannas „Lift Me Up“ deutliche Parallelen zu seinem Song aus dem Jahr 1972.
  • Die Rechtsanwaltskanzlei von Anders bereitet mögliche Schritte gegen Rihanna und ihren Produzenten vor.
  • Die geforderte Summe soll laut Anders bei 50 Millionen Euro liegen.
  • „Lift Me Up“ wurde als Titellied für den Film „Black Panther: Wakanda Forever“ verwendet und vielfach ausgezeichnet.
  • Ein Gutachterverfahren zur musikalischen Überprüfung steht noch aus.

 

Verdachtsmoment und mediale Aufmerksamkeit

Die Plagiatsvorwürfe von Christian Anders sorgen aktuell in den deutschen und internationalen Boulevardmedien für Aufregung. Anders berichtet, ein Fan habe ihn auf den vermeintlichen Gleichklang aufmerksam gemacht. Nach eigener Überprüfung behauptet er, der Refrain von Rihannas Song stimme in Tonfolge und Harmonik auffällig mit seiner alten Schlagerkomposition überein. Dabei wird betont, dass musikalische Elemente wie Melodieverläufe, die häufiger als sieben aufeinanderfolgende gleiche Noten aufweisen, als problematisch betrachtet werden könnten. Bislang wurde noch kein unabhängiger musikrechtlicher Gutachter offiziell beauftragt.

 

Plagiatsfälle in der Popmusik

Bereits mehrfach erschütterten spektakuläre Urheberrechtsprozesse die Musikbranche. Internationale Beispiele wie der Streit um „Blurred Lines“ von Robin Thicke, bei dem Millionen zugunsten der Erben von Marvin Gaye gezahlt werden mussten, zeigen die wirtschaftliche und rechtliche Sprengkraft solcher Fälle. In Deutschland stand etwa der Song „Lila Wolken“ von Marteria im Fokus eines Plagiatsvorwurfs, jedoch ohne ein härteres Urteil. Die Frage, ab wann musikalische Anleihen als Urheberrechtsverletzung gelten, ist auch juristisch oft eine Gratwanderung. Im Fall von Christian Anders ist bemerkenswert, wie entschlossen ein Vertreter des deutschen Schlagers nach Jahrzehnten einen internationalen Popstar ins Visier nimmt.

 

Reputation und Glaubwürdigkeit

Neben der rechtlichen Dimension steht bei dieser Causa auch die Glaubwürdigkeit der Akteure im Fokus. Christian Anders ist neben seiner Schlagerkarriere durch das Verbreiten von Verschwörungstheorien und umstrittenen Aussagen bekannt. Sein öffentliches Auftreten und polarisierende Botschaften werfen die Frage auf, wie objektiv seine Empörung bewertet wird. Der geplante Rechtsweg bleibt bis zur Beurteilung durch Fachgutachten und ein Gericht ein offener Prozess. Rihanna und ihr Produktionsteam haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.

 

Nächste Schritte und offene Fragen

Ob es tatsächlich zu einer Klage gegen Rihanna kommt und wie ein Gutachten die musikalische Ähnlichkeit bewertet, bleibt zunächst unklar. Sollte sich die Behauptung von Anders im Verfahren bestätigen, könnten sich erneut globale Medienthemen um Urheberrecht und wirtschaftliche Interessen an Hitsongs entzünden. Branchenexpert*innen verfolgen nun gespannt, ob der Fall ein weiterer Präzedenzfall im internationalen Musikgeschäft wird.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Geschichte um Nick & Charlie

Heartstopper Forever

Ab 17. Juli geht die Geschichte um Nick & Charlie auf Netflix weiter.
Bewegendes Drama

The History of Sound

„The History of Sound“ ist ein romantisches Historiendrama von Oliver Hermanus mit Josh O'Connor und Paul Mescal in den Hauptrollen.
Streit um Anpassung

LGBTIQ+-Community in den USA

Die New York Times spaltet mit einen Gastbeitrag des Autors Matthew Vines, der fordert, dass queere Menschen sich für die Akzeptanz anpassen sollten.
Podcast von Ivanka T.

Gschichten aus der Schwulenbar

Ivanka T. gibt es auch für die Ohren (und die Augen). Ivanka redet in ihrem Podcast über die unterschiedlichsten Themen des queeren Lebens.
Queere Sichtbarkeit im TV

"Duell der Hochzeitsprofis"

Frank „Froonck“ Matthée, bekannt als einer der prominentesten Hochzeitsplaner des deutschen Fernsehens, kehrt mit einer neuen Show ins ZDF zurück.
Remake von Mel Brooks Film

Seit Juni 2026 verfügbar

Netflix hat die 2005er-Filmversion von Mel Brooks’ “The Producers” ins Programm aufgenommen - samt einer schwulen, schrillen Hitler-Figur.
Die Queen of Pop ist zurück

Confessions II

Über zwanzig Jahre nach ihrem Erfolgsalbum "Confessions on a Dance Floor" bringt Madonna mit "Confessions II" den Nachfolger für dieses Album heraus.
Radikal inszenierter Clip

Weltweit beachtetes Video

Der trans* Rapper Mykki Blanco hat mit dem Musikvideo zu „Butt Sex“ einen weltweit beachteten Auftritt im Berliner U-Bahn-Netz hingelegt,
John Riot auf Männerjagd

Manhunt

Mit seiner neuen Single "Manhunt" geht unser Singer- & Songwriter Schnuckel John Riot auf Männerjagd.