"Heated Rivalry" gab zu denken Anonymer Brief enthüllt heimliche Fußballliebe in den 90ern
Ein irischer Liebesbrief sorgt für Tränen und Herzklopfen, denn er stammt aus der Feder eines ungewöhnlichen Schreibers.
Versteckte Gefühle auf dem Spielfeld
Kaum zu glauben, aber wahr: Ein anonymes Geständnis über eine heimliche Beziehung zwischen zwei Fußballern in den 1990er Jahren lässt aktuell das Internet in helle Aufregung geraten. Das Ganze nahm seinen Anfang, als ein irischer Hörer einen Brief an den Radiosender RTÉ schickte. Anlass war die Fernsehserie "Heated Rivalry" – und offenbar schlummerte eine ähnlich dramatische Lovestory schon seit Jahrzehnten in seinem Herzen.
Der Verfasser, heute erfolgreicher, vermögender Ehemann und Vater zweier erwachsener Kinder, schildert in diese Zeilen seine verbotene Liaison mit einem gleichaltrigen Mitspieler in jungen Jahren. Auf dem Spielfeld, so erzählt er, waren sie Rivalen – doch in Hotelzimmern wurden aus „Feinden“ leidenschaftliche Freunde. „Ich fancy dich“, sei der unvergessliche Ausspruch gewesen, mit dem alles begann.
Intime Momente fernab der Öffentlichkeit
Die amouröse Achterbahnfahrt hielt zweieinhalb Jahre. Immer wieder trafen sie sich heimlich nach Spielen, schoben Ausreden über angebliche Trainingslager vor und reisten inkognito, wenn es um das Teilen eines Hotelzimmers ging. Damals – im katholisch-konservativen Irland – galten gleichgeschlechtliche Beziehungen noch als Tabu. Erst 1993 wurde Homosexualität dort offiziell entkriminalisiert.
Nach Jahren unverblümter Zweisamkeit verschwand der Fußballfreund plötzlich aus dem Leben des Briefschreibers – kein Abschied, kein Gruß. Selbst heute, Jahrzehnte später, denkt der Mann täglich an seine damalige große Liebe und beschreibt, wie der Wunsch nach einem Wiedersehen niemals versiegt ist.
Emotionale Reaktionen aus aller Welt
Die online geteilte Geschichte rührte zahlreiche Leserinnen wie Leser zu Tränen. „So traurig und wunderschön – mein Herz rast“, kommentierte jemand. Brendan O’Connor, der Moderator, las den Brief komplett vor und viele lobten den Mut der Offenheit. Gleichzeitig meldeten sich Stimmen, die Mitgefühl für alle Beteiligten äußerten. „Vergesst nicht die Ehefrau! Was, wenn sie alles erfährt?“ hieß es kritisch. Andere wiesen darauf hin, wie stark gesellschaftlicher Druck damals war und dass selbst heute viele LGBTIQ+-Menschen noch ihre wahre Identität verstecken.
Liebesgeschichten, die Hoffnung machen
Irland hat sich seit den 90ern gewandelt – heute ist gleichgeschlechtliche Ehe legal, das gesellschaftliche Klima bunter. Doch, so zeigt sich an diesem Fall, sind die Narben von Stigmatisierung und Versteckspiel noch längst nicht verheilt. Wer weiß, ob es zu einem Wiedersehen kommt? Die Hoffnung jedenfalls stirbt zuletzt.