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Schwerpunkte in NRW
Foto: IMAGO / Horst Galuschka
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Schwerpunkt Hasskriminalität LSVD+ NRW will verstärkt gegen Angriffe auf LGBTIQ+ vorgehen

ms - 09.02.2026 - 11:00 Uhr
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Der LSVD+ Verband Queere Vielfalt in Nordrhein-Westfalen hat auf seiner letzten Mitgliederversammlung einen neuen Landesvorstand gewählt. „Der neue zehnköpfige Vorstand übernimmt die politische und organisatorische Verantwortung für den Verband in einer Zeit, in der queere Menschen mit zunehmenden Anfeindungen und queere Strukturen mit gezielten Angriffen konfrontiert sind - auch in NRW“, so der Bundesverband LSVD+ in diesen Tagen. Deswegen will das neue Team an der Spitze auch einen besonderen Schwerpunkt auf Hasskriminalität legen. 

Fokus auf Hasskriminalität 

Dem neu gewählten Landesvorstand gehören an: Dennis Afting, Volker Borchers, Stephan de Buhr, Francesco Cuccù, Yvonne Göpel, Nora Lieflaender, Andrea Peuler-Kampe (wiedergewählt), Steffen Schalk, Stefan Schnittger und Tim Szepanski. „Der neue Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen von LSBTIQ* in Nordrhein-Westfalen weiterhin sichtbar und wirksam zu vertreten. Zu den politischen Schwerpunkten der kommenden Amtszeit zählen insbesondere die konsequente Bekämpfung von Hasskriminalität, die Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes für NRW, die Förderung von Diversität und solidarischer Zusammenarbeit innerhalb queerer Communities sowie die nachhaltige finanzielle Absicherung von Beratungsstellen, Communityzentren und queeren Netzwerken“, bekräftigt der LSVD+ Landesvorstand.  

Steigende Gewalt und Hass in NRW

Auch in Nordrhein-Westfalen sind wie in ganz Deutschland die Fallzahlen bei Attacken gegenüber LGBTIQ+-Menschen in den letzten Jahren stark angestiegen, zuletzt haben sich die gemeldeten Fälle von Hasskriminalität binnen von zwei Jahren in NRW verdreifacht, in über 65 Prozent der Fälle werden Menschen dabei aufgrund ihrer Homosexualität zu Opfern von Angriffen. Knapp die Hälfte der registrierten Fälle sind Beleidigungen, verbale Gewalt und Volksverhetzung. Mit Blick auf Körperverletzungen sind 91 Prozent homosexuelle und queere Männer und Frauen, etwa neun Prozent sind nicht-binäre Personen, so die Daten des Landtages. 

Die meisten Attacken wurden in den letzten Jahren seit Beginn der Dokumentation im Jahr 2022 in Köln verzeichnet. Daten der EU-Grundwerteagentur zeigen auf, dass 90 Prozent der Angriffe auf LGBTIQ+-Menschen gar nicht erst angezeigt und dokumentiert werden. Die Dunkelziffer mit einbezogen, kann derzeit so von über 3.000 Straftaten gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle und queere Personen in NRW binnen eines Jahres ausgegangen werden. 

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