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Besondere Ehrung Queer as Folk-Mastermind lobt schwule Eishockey-Serie

Von ms - 16.01.2026 - 13:00 Uhr
Besondere Ehrung
Foto: IMAGO / Landmark Media
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Der bekannte Schöpfer der schwulen Kultserie „Queer as Folk“, Russell T Davies, hat sich in einer leidenschaftlichen Verteidigung zu der neuen schwulen Serie „Heated Rivalry“ geäußert, die kürzlich im Vereinigten Königreich über Crave und in den USA über HBO Max Premiere feierte und ab Anfang Februar auch in Deutschland im Streaming angeboten wird. Die Serie, die die Geschichte einer Liebe zwischen zwei heimlich schwulen Eishockeyspielern erzählt, war zuvor von einem bedeutenden britischen Journalisten heftig kritisiert worden. Davies lobte daraufhin das Werk und bekundete seine Begeisterung. 

Schmähkritik zu schwuler Serie 

Vor wenigen Tagen nahm die britische Zeitung The Guardian die Serie in einer Rezension ins Visier, die sie als „langweilig“ bezeichnete. Der Redakteur kritisierte das Fehlen emotionaler Tiefe in den Dialogen zwischen den jungen männlichen Charakteren und warf der Produktion vor, nicht das gleiche Niveau wie das von Davies‘ „Meisterwerk“ zu erreichen. Die kanadische Serie sei kurzum „sehr oberflächlich“. 

Kurz nach der Veröffentlichung der Kritik äußerte sich jetzt Russell T Davies auf Instagram zu der Rezension und verteidigte „Heated Rivalry“ als „eine großartige, klassische Liebesgeschichte“. Er lobte die hohe Qualität der Produktion, einschließlich der Schauspielkunst, Regie, Beleuchtung, Musik und des Designs. Besonders betonte Davies die Liebe zum Detail: Die „Kamera mit schwulem Blick“, authentische Alltagsdarstellungen und gewagte Dialoge, wie der russische Monolog der Figur Svetlana, stachen für ihn hervor.

Höchstes Lob von profunder Stelle

Der Schöpfer hob zudem hervor, dass die Erzählweise der Serie mutig und innovativ sei. Die Episoden wechselten dabei zwischen Momenten der Ekstase und der „geduldigen Zartheit“, was durch realistische, reife Dialoge statt dramatisch überzogener Konflikte ersetzt werde. Davies erklärte außerdem, dass „Heated Rivalry“ für ihn eine „wunderbare Serie“ sei und lobte insbesondere den Fortschritt, den Kanada im Hinblick auf die LGBTIQ+-Repräsentation damit mache, vor allem in einer Zeit, in der in vielen Ländern Rückschritte in der Darstellung von homosexuellen und queeren Themen zu verzeichnen sind.

Davies' positive Reaktion fand auch Unterstützung bei den Schauspielern und Schöpfern der Serie, darunter François Arnaud und Jacob Tierney, die sich für die Anerkennung des erfahrenen TV-Produzenten bedankten. „Heated Rivalry“ hat sich bereits als eine der bedeutendsten jüngeren queeren Produktionen etabliert und genießt weltweite Anerkennung. 

Im Mittelpunkt der Serie steht der Eishockeysport – traditionell ein Symbol für hegemoniale Männlichkeit – und zeigt die Liebesgeschichte zweier schwuler Männer, die sowohl ihre eigene Verwundbarkeit als auch die Herausforderungen des Coming Out-Prozesses erleben. Zudem öffnete die Serie bereits jetzt Türen für eine verstärkte Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Athleten und gibt vielen Fans das Gefühl, endlich repräsentiert zu werden. 

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