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Shitstorm bei Gwen Stefani

Shitstorm bei Gwen Stefani US-Sängerin fördert Anti-Abtreibungs-Gebets-App

ms - 12.12.2025 - 14:00 Uhr
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US-Sängerin und Rapperin Gwen Stefani (56) sieht sich heftiger Kritik von LGBTIQ+-Fans ausgesetzt, nachdem sie in den sozialen Medien die Gebets- und Meditations-App Hallow beworben hatte. Der Beitrag sorgte für zahlreiche Reaktionen.

Platz im Herzen für Jesus 

Die App, die von Alex Jones geführt wird, unterstützt eine Pro-Life Haltung, die mit der katholischer Lehre übereinstimmt – eine Haltung, die offenbar auch Stefani als überzeugte Katholikin vertritt. In einem Instagram-Video ermutigte die Sängerin ihre Follower, die App während der hektischen Feiertage zu nutzen, um in der besinnlichen Zeit „zu reflektieren, zu beten und Raum in deinem Herzen für Jesus zu schaffen.“ 

Sie fügte hinzu: „Die Adventszeit war immer eine Erinnerung daran, langsamer zu werden, auch wenn alles um uns herum so schnell geht. Es ist eine besondere Zeit, um zu beten und Platz in deinem Herzen für Jesus zu machen.“ Stefani lud ihre Fans außerdem dazu ein, an der „Be Still“-Herausforderung der Hallow-App teilzunehmen, bei der es darum gehe, Ruhe im hektischen Alltag zu finden und Frieden zu erleben, auch wenn das Leben turbulent sei.

„Tiefer Verrat“ gegenüber der Community

Die Befürwortung der App stieß auf massive Kritik, weil sie eine Anti-Abtreibungs-Haltung vertritt und Inhalte von Sprechern zeigt, die mit dem Chastity Project verbunden sind, einer Organisation, die fordert, sich vom „LGBTIQ+-Denken“ zu distanzieren. Kritiker warfen Stefani vor, die App zu fördern, obwohl diese gegen grundlegende Rechte von Frauen und queeren Menschen gerichtet sei.

Ein enttäuschter Nutzer äußerte sich beispielsweise auf Instagram so: „Diese App wurde von JD Vance und Peter Thiel entwickelt. Warum förderst du deren anti-feministische, anti-LGBTQIA-Agenda und deren Gier?“ Vance, ein bekannter Kritiker von queeren Rechten und Behandlungen für trans* Minderjährige, war ein früher Investor der App. Ein anderer Fan kommentierte: „Es ist widerlich, eine Pro-Life, homophobe und konservativ finanzierte App zu bewerben.“ Ein weiterer Follower erinnerte Stefani an ihre große LGBTIQ+-Fanbasis: „Das ist sehr enttäuschend, Gwen. Viele deiner Fans kommen aus der LGBTIQ+-Community, und das fühlt sich wie ein tiefer Verrat an.“

Die Schauspielerin und Reality-TV-Star Chrishell Stause, bekannt aus der Serie „Selling Sunset“, brachte ebenfalls ihre Enttäuschung zum Ausdruck. Sie kommentierte einen Instagram-Post von Matt Bernstein, der die umstrittene Haltung der Hallow-App erklärte, mit den Worten: „Gwen… sprich nicht. Bitte nimm deinen eigenen Rat in diesem Fall an.“

Von der Unterstützerin zur Gegnerin? 

Trotz der Kontroverse hat Stefani in der Vergangenheit immer wieder ihre Unterstützung für die LGBTIQ+-Community betont. Sie sprach in einem Interview mit „Pride Source“ stolz darüber, wie sie ihren Sohn Nagellack tragen ließ und sagte: „Ich wäre gesegnet mit einem schwulen Sohn. Ich möchte einfach, dass meine Jungs glücklich und gesund sind.“ Auch betonte sie in der Vergangenheit immer wieder ihre positiven persönlichen Beziehungen zu schwulen Freunden. Bisher zeigte sich die 56-Jährige so immer wieder als Ally der Community. 

Stefani wurde zunächst als Leadsängerin der erfolgreichen Band No Doubt bekannt, bevor sie eine ebenso erfolgreiche Solo-Karriere startete. Mit Hits wie „Just a Girl“ und „Hollaback Girl“ etablierte sie sich als eine der prägenden Pop-Ikonen der 2000er Jahre und hat bisher über 30 Millionen Tonträger verkauft – ausgezeichnet mit dem Grammy, dem Brit Award, dem MTV Video Music Award und zuletzt einem Hollywood Walk of Fame. Neben ihrer Musikkarriere ist sie auch als Designerin und TV-Persönlichkeit tätig, unter anderem als Coach in der US-Version der Castingshow „The Voice“.

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