Offenheit des Euphoria-Stars Lukas Gage: Podcast-Interview zu fluiden Identitäten
Wer hätte gedacht, dass ein simples Podcast-Interview so viel Staub aufwirbelt? Lukas Gage, Star aus „White Lotus“ und „Euphoria“, hat unlängst in einem Gespräch mit Owen Thiele für Aufsehen gesorgt. Seine Offenheit über das eigene Liebesleben brachte nicht nur Social Media zum Brodeln – es lässt auch Fragen offen, mit denen sich viele Menschen heutzutage identifizieren können.
10 Prozent Glück, 90 Prozent Klarheit?
Der US-Schauspieler überraschte Hörerinnen und Hörer mit seiner ehrlichen Selbsteinschätzung: „Ich bin so zehn Prozent hetero oder zehn Prozent bi.“ Damit fährt Gage einen eigenen Kurs abseits aller Schubladen. Dabei gab er preis, dass emotionale Bindungen zu Frauen für ihn in der Vergangenheit schwierig waren – und dass das wohl ein Grund war, warum er sich als Partner, wie er selbstironisch einräumt, eher suboptimal geschlagen hat.
Sein Coming-out-Prozess verlief öffentlich und vielschichtig. Erst im November war die Trennung von Star-Stylist Chris Appleton nach nur einem halben Jahr Ehe Thema der Boulevardspalten, samt Abbitte an Sängerin Shania Twain, die auf der Hochzeit performte. Noch im selben Atemzug ließ Gage humorvoll einfließen, Labels wie „queer“ und „meistens schwul“ am ehesten zu akzeptieren – wobei er betont, sich nicht exakt festlegen zu wollen. In seiner Memoiren erklärt er die Unsicherheit, aber auch die Wärme, die er Frauen gegenüber früher empfand.
Offene Worte treffen den Zeitgeist
Immer mehr prominente Persönlichkeiten verzichten darauf, sich auf eindeutige Etiketten zu reduzieren – so auch Gage. Expertinnen und Experten betonen, wie wichtig das Sichtbarmachen vielfältiger Identitäten sei. Gerade in der Generation Z ist laut einer aktuellen Gallup-Studie fast jeder fünfte Mensch Teil der LGBTIQ+-Community oder sieht sich als „queer“ – die klassischen Grenzen verschieben sich.
„Viele Menschen erleben Sexualität als fluide. Offenheit wie die von Lukas Gage kann gerade jungen Leuten helfen, ihre eigene Identität angstfreier zu erforschen.“
– Christina Wolf, Psychologin und queere Aktivistin
Schlussakkord ohne Etikett
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Stars wie Lukas Gage der Gesellschaft den Spiegel vorhalten: Wir sind vielfältiger, als oft angenommen. Seine lockere und freundliche Art könnte Vorbild für mehr Offenheit und Akzeptanz sein. Die spannende Frage: Wer wagt den nächsten mutigen Schritt und inspiriert andere?