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Tourabbruch und Therapiebeginn Lady Gaga berichtet von „psychotischem Bruch“ nach Dreh

Von kw - 14.11.2025 - 16:30 Uhr
Lady Gaga berichtet von „psychotischem Bruch“ nach Dreh
Foto: © IMAGO / Starface
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Schon nach außen hin symbolisierte Lady Gaga mit ihrer ikonischen Rolle der Ally in „A Star Is Born“ eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Hinter den Kulissen offenbarte sich jedoch ein ganz anderes Bild – eine künstlerische Grenzerfahrung zwischen Triumph und Abgrund. Ihre jüngsten Enthüllungen ziehen eine überraschend ehrliches Fazit: Nach den Dreharbeiten erlebte sie einen mentalen Zusammenbruch, den sie rückblickend als „psychotischen Bruch“ beschreibt.

 

Grenzen des Erfolgs: Lady Gagas Schattenseiten

Für viele gelten Oscar-prämierte Auftritte als schierer Glücksfall. Doch Oscar-Gewinnerinnen wie Lady Gaga beweisen, dass Erfolg bisweilen einen hohen Preis fordert. Schon während der intensiven Vorbereitungen zu „A Star Is Born“ kämpfte Gaga, wie sie dem Magazin „Rolling Stone" anvertraute, gegen langjährige seelische Erschütterungen an. Sie sprach offen darüber, dass sie während des gesamten Drehs Lithium einnahm. Eine tiefe Wunde, verursacht durch eine Vergewaltigung als Jugendliche und die ständige Öffentlichkeit, rächten sich: Nach dem Ende der Dreharbeiten stürzte sie ab und musste eine Tournee abbrechen – ihre Schwester erkannte sie nicht mehr wieder.

Das ist keine Ausnahme: Zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler berichten von psychischen Risiken überbordender Rollenidentifikationen, darunter Natalie Portman oder Joaquin Phoenix. Die vermutete „Dunkelziffer“ von psychischer Belastung in Hollywood ist hoch – jede und jeder zehnte Filmschaffende gibt laut aktuellen Studien psychische Beeinträchtigungen nach intensiven Dreharbeiten zu Protokoll. Auch der Druck, persönliche Traumata im Rampenlicht zu verarbeiten und produktiv zu nutzen, steigert nicht selten die Gefahr mentaler Krisen.

 

Zwischen Klinik und Konzertsaal: Wie Gaga zurückkehrte

Doch Gagas Geschichte endet nicht im Dunkeln: Unterstützung fand sie in ihrem persönlichen Umfeld – besonders ihr Verlobter Michael Polansky erwies sich als wichtige Stütze. Zusätzlich zog sie professionelle Hilfe hinzu; während der Dreharbeiten zu „House of Gucci“ begleitete sie sogar eine psychiatrische Pflegekraft am Set. So konnte Gaga, wie auch andere prominente Künstlerinnen und Künstler mit vergleichbaren Erfahrungen, zeigen: Offene Kommunikation und Assistenz sind zentrale Schritte auf einem langen Weg zurück ins kreative Licht.

„Ich denke, ich hatte großes Glück, überhaupt zu überleben. Es gab eine Zeit, da dachte ich, ich würde es nicht schaffen …“, bekannte Lady Gaga in ihrem Gespräch mit dem Rolling Stone. Quelle: Rolling Stone, November 2025

Aktuell erlebt sie nicht nur ein musikalisches Comeback: Ihr Album „Mayhem“ erhielt sieben Grammy-Nominierungen, Kritikerinnen und Kritiker sprechen von einer Rückkehr zu alter Form. Gaga selbst nennt die Entstehung von „Mayhem“ einen Akt der Selbstrettung. Sie brauchte – so ihre Worte – „Monate der Wiederentdeckung“ und setzt mit dem Titel ein Manifest der Resilienz. Auch ihre jüngsten Auftritte, wie die „Mayhem-Ball“-Tour, werden als eine Mischung aus therapeutischer Befreiung und künstlerischer Ekstase gefeiert. Gagas Geschichte öffnet die Bühne für einen neuen Umgang mit Mental Health im Showgeschäft. Ihre Offenheit ermutigt andere Stars – darunter jüngst auch Miley Cyrus und Demi Lovato – ihre psychischen Leiden zu thematisieren. In einer Branche, in der Verletzlichkeit oft als Schwäche gilt, demonstriert Gaga, dass Ehrlichkeit und professionelle Hilfe nicht nur Überleben, sondern ein erfülltes Schaffen ermöglichen. Die filmische Identifikation kann erschütternd sein – aber sie ermöglicht auch kollektives Heilen.

Ein letzter Gedanke bleibt: Ist Lady Gagas mutige Transparenz vielleicht der Paukenschlag für ein neues, verantwortungsvolleres Hollywood, in dem psychische Gesundheit endlich ebenso wichtig ist wie der nächste Oscar?

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