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Gay-Lovestory von Elton John Ein Videoclip mit Suchtcharakter: Zwei schwule Jungs feiern das Leben und landen verliebt küssend im Bett

Von ms - 14.03.2025 - 15:00 Uhr
Schwule Lovestory von Elton John
Foto: YouTube / Elton John
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Anfang März erfreuten Elton John und Brandi Carlile ihre Fans mit der zweiten Single-Auskopplung ihres neuen Albums „Who Believes In Angels?“, das am 4. April erscheint, heute nun wurde das Musikvideo zu „Swing For The Fences“ veröffentlicht, ein Song, der sich direkt an junge Gay-Kids richten soll. Das überdies Besondere: Inszeniert wurde der kurze Film von dem kanadischen, schwulen Filmemacher Xavier Dolan (35), der bereits seit seiner Jugend als Wunderkind der Branche gilt. Online sind die Fans bereits jetzt begeistert von dem neuen Video, ein schwuler User schreibt so: „Ich liebe dieses Video. Es sagt so viel aus.  Wir alle müssen weiterhin für unsere Rechte kämpfen. Und unsere jüngeren LGBTQIA schützen.“

Ein besonderes schwules Musikvideo 

Die Zusammenarbeit zwischen John, Carlile und Dolan ist so auch eine besondere Zuwendung an die schwul-lesbische Community. „Ich bin eine lesbische Frau, Elton ist ein schwuler Mann und wir haben beide Familien, und unsere Träume sind wahr geworden. Ich dachte mir, wäre es nicht cool, eine Hymne für junge Gay-Kids da draußen zu schreiben, die sie zu einem größeren, eleganteren, fabelhafteren Leben animiert? Frei nach dem Motto 'Geh, geh! Lass dich von nichts zurückhalten!'“, so Carlile. 

Im neuen Musikvideo ist das junge männliche Model William Darby zu sehen, der, bekleidet mit T-Shirt und Unterhose, ausgelassen in seiner Wohnung herumtanzt. „Als Brandi und Elton sich mit ihrem Song an mich wandten, hieß es, er sei für 'young gay kids' geschrieben worden. Ich sah sofort diesen jungen, einsamen Mann, der vor sich hin tanzt. Es ist kein Zufall, dass Musik und Tanzen schon immer eine zentrale Rolle in der queeren Kultur gespielt haben; es ist ein ultimativer Akt des Ausdrucks, der Hingabe und der Selbstlosigkeit“, so Dolan zur Zusammenarbeit. Zuvor hat er bereits Musikvideos für Adele produziert für die Songs „Hello“ und „Easy On Me“. 

Happy End im Bett 

Das neue Video nun ist indes einfach gehalten, die Szenen kreisen um den jungen Mann in seiner eher trostlosen Wohnung, der tanzt, als würde niemand zusehen. Das allerdings stimmt nicht, denn draußen vor der Wohnung schippt ein anderer junger Mann (Abdalla Amour) gerade Schnee und beobachtet den Jüngling. Schlussendlich klingelt es an der Tür, die beiden Jungs fallen in eine innige Umarmung, wobei Amour Darby von hinten umgreift und liebevoll seinen Bauch streichelt, während er ihn im Nacken immer wieder küsst. Schlussendlich landen die zwei im Bett, wo sie sich zärtlich küssen. Den spießigen Eltern, festgehalten in einem Familienfoto, zeigt der tanzende Jüngling den Stinkefinger.  

Hymne für Freiheit und Stolz

Choreographiert wurde das Video von Emilia Peréz und Damian Jallet – letzterer betonte zur Zusammenarbeit mit Dolan: „Xavier dabei zu helfen, dieses Video mit einer so schönen und hoffnungsvollen Botschaft zusammenzustellen, war ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Das Ziel war, das Gefühl der eruptiven und spontanen Tanzfreude nicht durch überchoreografierte Routinen zu trüben oder zu zähmen. Ich habe versucht, William und Abdalla bei der Entwicklung von bedeutungsvollen und überglücklichen Gesten und Impulsen anzuleiten, damit sie diese Hymne für Freiheit und Stolz auf die persönlichste Art und Weise darstellen können.“ Der Versuch scheint geglückt, das dürfte auch Dolan freuen. 

Berühmt wurde der 35-Jährige mit Filmen wie „I Killed My Mother“, „Herzensbrecher“, „Mommy“ oder „Matthias & Maxime“ – sehr gerne spielt Dolan auch selbst in seinen Werken mit. Zumeist kommen außerdem schwule Charaktere und Geschichten in seinen Filmen vor. Die Arbeit des Frankokanadiers wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der große Preis der Jury in Cannes und der FIPRESCI-Preis. 2016 wurde Dolan in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Verleihung der Oscars) aufgenommen. Im letzten Jahr wurde er zudem Jurypräsident der Sektion „Un Certain Regard“ beim Filmfestival von Cannes. 

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