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Wirbel um Escort-Recherche
Foto: TikTok / orginal_pringles
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Wirbel um Escort-Recherche Schwuler US-Influencer berichtet von Morddrohungen

ms - 24.09.2026 - 14:30 Uhr
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Der US-amerikanische schwule Social-Media-Creator Nick Pringle hat sich beim Midterm-Parteitag der Republikanischen Partei (RNC) in Dallas als schwuler Escort ausgegeben. Das Treffen der Republikaner sorgt immer wieder für kuriose Schlagzeilen in Verbindung mit der schwulen Community – dieses Jahr kam es beispielsweise zu massiven Ausfällen bei Grindr vor Ort während der Zeit aufgrund zu vieler Anfragen. Pringle wollte es dabei offenbar genauer wissen, wer der konservativen Politiker vielleicht doch heimlich schwulen Sex sucht. Nach der Undercover-Aktion erklärte er, Namen von Personen genannt zu haben, die mit seiner Recherche in Verbindung stehen. Das entsprechende Video ist inzwischen allerdings nicht mehr auf seiner Seite zu finden. 

Das Wichtigste im Überblick

  • US-Influencer Nick Pringle gab sich beim Midterm-Parteitag der Republikaner in Dallas als schwuler Escort aus.
  • MIttels Grindr wollte er republikanische Politiker aufspüren, die eine LGBTIQ+-feindliche Politik unterstützen und zugleich schwulen Sex suchen.
  • Pringle berichtet, nach seiner Aktion zahlreiche Morddrohungen erhalten zu haben. Auch seine Familie werde bedroht. 
  • In einem Video online will er Namen genannt haben. Der Beitrag wurde inzwischen von seiner Seite entfernt. 
  • Das nächste Mal will er eine Aktion wie diese zusammen mit Unterstützern umsetzen. 

Influencer als schwuler Escort

Der ungewöhnliche RNC-Parteitag fand am 9. und 10. September im American Airlines Center in Dallas statt. Anders als bei einem klassischen Nominierungsparteitag stand keine offizielle Parteiarbeit auf dem Programm. Die Republikaner wollten die Veranstaltung unter anderem nutzen, um ihre Anhänger vor den Kongresswahlen im November zu mobilisieren. Pringle hatte im Vorfeld angekündigt, Grindr und Escort-Webseiten zu nutzen. Nach eigener Darstellung wollte er damit republikanische Politiker ausfindig machen, die eine LGBTIQ+-feindliche Agenda verfolgen und gleichzeitig selbst gleichgeschlechtliche Kontakte suchen. Offenbar sind ihm dabei wohl einige Politiker in die Falle getappt.  

Morddrohungen nach Mission 

Nach der Aktion meldete sich Pringle mehrfach in sozialen Netzwerken zu Wort. Zuletzt erklärte er in dieser Woche auf Instagram, die Reaktionen hätten inzwischen auch seine Angehörigen erreicht. „Ich bekomme viele Morddrohungen. Meine Familie bekommt viele Morddrohungen. Das ist eine heikle Situation. Aber keine Sorge, ich werde in diesem Video Namen nennen“, so Pringle.  Wegen der Länge seines Beitrags kündigte er an, die betreffenden Personen erst in einem „Teil 2“ zu nennen. Dieser zweite Beitrag wurde offenbar kurzzeitig auch veröffentlicht, später jedoch von Pringles Seite wieder entfernt. Welche Namen darin genannt wurden und warum das Video nicht mehr verfügbar ist, ist bisher nicht bekannt. 

Bessere Vorbereitung das nächste Mal 

Rückblickend räumt Pringle ein, nicht ausreichend auf die Aktion vorbereitet gewesen zu sein. „Ich hätte nicht allein hingehen sollen“, sagte er. „Ich hätte auf jeden Fall Unterstützung dabeihaben sollen.“ Erschwert worden sei seine Recherche auch dadurch, dass viele der Grindr-Profile, auf die er gestoßen sei, keine näheren Angaben enthalten hätten. „Es war wirklich schwer herauszufinden, wer wegen des RNC dort war.“ Pringle sagte außerdem, er habe aus der Erfahrung gelernt und wolle bei einem möglichen „nächsten Mal“ besser vorbereitet sein. Die Aktion beschrieb er als „wirklich beängstigend“. Dabei äußerte er eine schwerwiegende, von ihm nicht näher belegte Behauptung: „Das sind Menschen, die getötet haben und töten werden, um dieses Geheimnis zu bewahren.“ Inzwischen hätten sich nach seinen Angaben weitere Menschen gemeldet, die sich an einer solchen Recherche künftig beteiligen wollten. Bei einer möglichen Wiederholung werde er deshalb nicht mehr allein sein. 

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