Samenspender oder Vater Ein Gericht soll das entscheiden
Robert Masson und Susan Parsons (dies sind die Pseudonyme, die vor Gericht zum Schutz der Betroffenen benutzt werden) sind seit über 20 Jahren befreundet, als sie im Dezember 2006 „privat und informell“ ein Kind zeugen, wie The Sydney Morning Herald berichtet.
Zur gleichen Zeit beginnt Frau Parsons ihre Beziehung zu ihrer heutigen Partnerin Margaret Parsons. In einer gerichtlichen Angelegenheit, die auch Masson betrifft, wird dieser vom Gericht nur als Samenspender bezeichnet und dagegen wehrt er sich nun - dies auch gerichtlich. Er versteht seine Rolle mehr als nur der Samengeber, er sieht sich als Vater, der bei der Geburt die Nabelschnur durchtrennte, seine Tochter zu Ballettstunden begleitete und sogar von dem Kind „Papa“ gerufen wird.
Der Fall ist insofern heikel, dass er als Präzedenzfall für hunderte von alleinstehenden Frauen, deren Kind durch eine Samenspende gezeugt wurde, herangezogen werden könnte.